Sven Wendorf
AfD · Germany
“Das sind Orte, an denen die Folgen der gescheiterten linken Migrations- und Integrationspolitik offensichtlich werden. Aber natürlich hat Sport generell eine integrative Wirkung und ist gut für die menschliche Entwicklung nicht nur in Bezug auf reine physische Fitness.”
“Und in der Tat, schon nach den ersten sechs Sätzen spricht man von „wachsender Polarisierung, zunehmender Demokratiefeindlichkeit und rechter Unterwanderung“. Da offenbart sich dann die eigentliche Intention: die Sicherung linker Hegemonie durch mehr staatlichen Einfluss.”
“Also Vorsicht, sonst haben Sie hier bald noch etwas mehr Wählerwanderung, wenn Herr Hofreiter einen Aufnahmeantrag bei uns stellt. Aber zurück zur vorliegenden Drucksache. Es wäre kein Antrag der Linken, wenn nicht noch im letzten Absatz die übliche Umverteilung gefordert würde. So etwas ins Grundgesetz? Eher nicht.”
“Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Abgeordnete! Liebe Gäste und Zuschauer! Die Linken möchten Kultur und Sport als Staatsziel im Grundgesetz verankern. Die Stärkung von Kultur und Sport ist grundsätzlich ein nachvollziehbares Anliegen.”
“Und die Antragsteller haben ganz offensichtlich die Erwartung, Kultur und Sport in ihrem „Kampf gegen rechts“ zu instrumentalisieren. Das wäre ganz sicher nicht im Sinne der Verfasser unseres Grundgesetzes. Vielen Dank. Für die SPD-Fraktion hat jetzt das Wort die Abgeordnete Aydan Özoğuz.”
“Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Liebe Gäste und Zuschauer an den heimischen Empfangsgeräten! Ich erinnere mich gerne an den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in meiner Kindheit.”
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“Und die Antragsteller haben ganz offensichtlich die Erwartung, Kultur und Sport in ihrem „Kampf gegen rechts“ zu instrumentalisieren. Das wäre ganz sicher nicht im Sinne der Verfasser unseres Grundgesetzes. Vielen Dank. Für die SPD-Fraktion hat jetzt das Wort die Abgeordnete Aydan Özoğuz.”
“Also Vorsicht, sonst haben Sie hier bald noch etwas mehr Wählerwanderung, wenn Herr Hofreiter einen Aufnahmeantrag bei uns stellt. Aber zurück zur vorliegenden Drucksache. Es wäre kein Antrag der Linken, wenn nicht noch im letzten Absatz die übliche Umverteilung gefordert würde. So etwas ins Grundgesetz? Eher nicht. Aber auch generell muss man sich fragen, ob das Grundgesetz, das Fundament unseres Staates, alle naselang geändert, ergänzt und umgeschrieben werden muss. Jedes neue Staatsziel stärkt zwangsläufig den Einfluss des Staates auf den jeweiligen Bereich. Doch gerade die Kunst lebt davon, dass sie frei ist, nicht davon, dass sie sich immer stärker an staatlichen Leitbildern und politischen Erwartungen orientieren muss.”
“Das sind Orte, an denen die Folgen der gescheiterten linken Migrations- und Integrationspolitik offensichtlich werden. Aber natürlich hat Sport generell eine integrative Wirkung und ist gut für die menschliche Entwicklung nicht nur in Bezug auf reine physische Fitness. Es geht auch um die Vermittlung eines positiven Leistungsgedankens, die Wettkampf- und Wettbewerbsfähigkeit. Gerade linke progressive Kräfte arbeiten aber seit Jahren daran, diese grundlegenden positiven Effekte mit Konzepten wie „Fußball, ohne Tore zu zählen“ abzuschwächen. Das wird Ihnen letztendlich aber wohl kaum gelingen. Denn – und das auch den Grünen zur Warnung, die ihren männlichen Anhängern jetzt das Krafttraining erlauben wollen – es gibt Studien, die eine Verbindung von physischer Stärke mit rechter Weltsicht nachgewiesen haben.”
“Und in der Tat, schon nach den ersten sechs Sätzen spricht man von „wachsender Polarisierung, zunehmender Demokratiefeindlichkeit und rechter Unterwanderung“. Da offenbart sich dann die eigentliche Intention: die Sicherung linker Hegemonie durch mehr staatlichen Einfluss. Dabei ist der von linker Seite so oft beklagte Rechtsruck nichts anderes als eine normale, gesunde Reaktion der Bevölkerung nach Jahrzehnten einer völlig ausgeuferten linken Politik. Der Antrag zeugt jedoch vom üblichen Unverständnis dieser Situation. So beklagt er das Schwimmbadsterben. Dann heißt es: „Wo der Staat […] Sportstätten schließt, füllen rechtextreme Gruppen gezielt dieses Vakuum auf.“ Dabei ist heutzutage das Gegenteil der Fall, nämlich dass gerade ein Besuch im Schwimmbad viele Besucher radikalisiert.”
“Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Abgeordnete! Liebe Gäste und Zuschauer! Die Linken möchten Kultur und Sport als Staatsziel im Grundgesetz verankern. Die Stärkung von Kultur und Sport ist grundsätzlich ein nachvollziehbares Anliegen. Ich glaube kaum, dass irgendjemand in diesem Hohen Haus ernsthaft bestreitet, dass Kultur und Sport einen hohen Wert für unsere Gesellschaft haben. Sie stiften Identität, schaffen Gemeinschaft, verbinden Generationen. Insbesondere der Schutz der deutschen Kultur – und welche andere sollte man im Grundgesetz verankern wollen? – ist ein durchaus ehrenwertes Ziel. Spätestens bei diesem Gedanken müssen dem geneigten Leser angesichts der Verfasser jedoch Zweifel an deren Absichten kommen.”
“Immer weniger Leute können nachvollziehen, warum sie für mittlerweile unzählige Spartensender mit Nischenthemen und dem allgegenwärtigen einseitigen Haltungsjournalismus bezahlen sollen, auch wenn sie das Angebot ablehnen und gar nicht konsumieren. 18 Millionen Mahnverfahren sprechen eine deutliche Sprache. Der ÖRR befindet sich in einer Krise, und das zu Recht. So kann es nicht weitergehen. Deshalb: Gehen Sie mit uns den ersten Schritt zur Änderung dieser Missstände, zu einer Modernisierung der Medienordnung! Haben Sie keine Angst vor Veränderungen! Nehmen Sie die Wünsche der Bürger ernst! Lassen Sie uns gemeinsam konstruktiv an einer Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks arbeiten! Vielen Dank. Für die SPD-Fraktion hat jetzt das Wort der Abgeordnete Martin Rabanus.”
“Es stellt sich die Frage, ob man so was aus den Zwangsgebühren in Milliardenhöhe finanzieren muss, wenn man es auch umsonst haben kann, zum Beispiel auf dem Evangelischen Kirchentag. Für die Glücklichen, die es nicht wissen: Dort gab es ja mal den Workshop „Vulven malen“. – Dass die hart erarbeiteten Rundfunkbeiträge der Bürger für derartigen Unsinn verschwendet werden, ist ein Skandal. Wenn ein mit Milliarden Euro finanzierter Rundfunk immer wieder Produktionen hervorbringt, die große Teile der Beitragszahler als befremdlich empfinden, dann darf sehr wohl gefragt werden, ob die Programmprioritäten noch dem eigentlichen Auftrag entsprechen.”
“Es gibt eine Vielzahl freier Medien, und jeder Bürger kann heutzutage selbst weltweit publizieren. Die Medienlandschaft hat sich also tiefgreifend verändert. Deshalb stellen wir den Antrag auf Einsetzung einer Enquete-Kommission, die endlich einmal prüfen soll, ob Medienordnung und ÖRR noch den heutigen Anforderungen entsprechen. Ziel ist es, den Bürgern künftig eine bessere Berichterstattung zu bieten, welche die erforderliche Neutralität wahrt und gleichzeitig zu einem höheren Bildungsniveau beiträgt. Und ein höheres Niveau ist dringend nötig. Ein Beispiel: Der Bayerische Rundfunk produzierte kürzlich eine Reportage, in der die Journalistin im Rahmen eines sogenannten Vulva-Watching-Kurses ihren Intimbereich vor anderen Teilnehmerinnen zeigte.”
“Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete! Liebe Gäste und Zuschauer an den heimischen Empfangsgeräten! Ich erinnere mich gerne an den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in meiner Kindheit. Drei Fernsehsender – ARD, ZDF, NDR – und eine Handvoll Radiosender sorgten für eine Versorgung mit Nachrichten, Dokumentationen, Serien, Filmen, und alle paar Jahre gab es die Fußballweltmeisterschaft. Kritik an den Sendungen des ÖRR gab es auch: in der Presse und für diejenigen, die in Grenznähe zur DDR wohnten, im „Schwarzen Kanal“. Doch die Welt hat sich weitergedreht: Mittlerweile gibt es das Internet. Die DDR gibt es nicht mehr. Und die Spiele der Weltmeisterschaft werden nur teilweise im ÖRR übertragen. Mit dem Mobiltelefon haben wir heutzutage allgegenwärtigen Zugriff auf globale Informationen.”
“Weniger Staat, mehr Freiheit! Vielen Dank. Jetzt hat das Wort für die SPD-Fraktion der Abgeordnete Holger Mann.”
“Geben wir ihr die Unabhängigkeit vom Staat, die sie sich wünscht! Geben wir ihr die Freiheit, einen eigenen Preis auszuloben, finanziert durch Spenden oder Beiträge, damit sie unabhängig von staatlicher Willkür ist! Es gab von linker Seite oft Forderungen nach einem starken Staat. Der Staat ist stark, wenn er seine Grenzen kennt. Ein freiheitlicher Staat beweist seine Größe nicht dadurch, dass er überall eingreift, sondern dadurch, dass er weiß, wann er sich zurückzunehmen hat. Keine Preise auf Staatskosten für fragwürdigen Aktivismus, aber eben auch keine geheimdienstgestützte Kulturpolitik! Die Freiheit lebt nicht davon, dass Ministerien Haltungsnoten verteilen. Sie lebt davon, dass Gesellschaft, Bürger und Institutionen ihre Angelegenheiten selbst regeln. Darum gehört dieser Preis in seiner bisherigen Form abgeschafft.”
“Denn dann geht es plötzlich nicht mehr um die Frage, ob der Staat zweifelhaften Aktivismus prämieren soll. Dann geht es nur noch um Geheimverfahren, Verdachtslogiken und staatliche Gesinnungsprüfung. Das liefert der linken Kulturblase den Stoff für die nächste große Inszenierung frei Haus, und die nimmt das nur allzu gern an und nutzt es. Spenden an die betroffenen Buchhandlungen gab es im Überfluss. Aber vielleicht findet sich genau dort auch die Lösung dieses Dilemmas. Der Vorsteher des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels sagte – ich zitiere mit freundlicher Genehmigung der Präsidentin –: „Wir lassen uns nicht einschüchtern durch politische Interventionen, die unsere Freiheit und Unabhängigkeit infrage stellen wollen.“ Zitat Ende. – Geben wir der Branche die Freiheit, nach der sie strebt!”
“Hier beschweren sich aber nun zwielichtige linke Akteure darüber, dass sie nicht ausgezeichnet werden, dass sie keinen Preis erhalten, dass sie nicht herausgehoben werden aus der Masse, dass sie nicht vom Staat als Vorbild geehrt und finanziert werden. Das ist an Dreistigkeit nun wirklich nicht zu überbieten. Dass der Staat da nicht mitspielt, ist gerechtfertigt. Kurzum: Der Zweck ist legitim. Aber heiligt der Zweck auch die Mittel? Wenn eine umstrittene Behörde wie der Verfassungsschutz mit seinen undurchsichtigen Methoden und fragwürdigen Einschätzungen als Orakel herangezogen wird, sind Zweifel angebracht. Keine offene politische Debatte, kein transparentes Kriterium, sondern „verfassungsschutzrelevante Erkenntnisse“ unter Geheimhaltung – wer so verfährt, schadet am Ende der eigenen Sache.”
“Die Sprache soll „gendergerecht“ umgebaut werden, um damit das Denken der Menschen im eigenen Sinne zu manipulieren. Dieselben Leute, die jetzt aufheulen, traten noch vor Kurzem für den Ausschluss rechter Verlage von der Buchmesse ein, bejubeln die Ausladung rechter Autoren oder wollten gleich ganze Presseorgane verbieten. Nun kommt dieser Bumerang der Cancel-Culture einmal zurück und trifft einen selbst, und das Geschrei ist groß. „Die ich rief, die Geister, werd’ ich nun nicht los“. Und eigentlich ist es ja noch schlimmer. Rechte fordern ja nur Gleichbehandlung, die ihnen von linker Seite allzu oft verweigert wird.”
“Wenn Buchhandlungen ausgeschlossen werden, weil sie Verbindungen in linksradikale oder gar linksextreme Milieus haben, dann ist das kein Skandal, dann ist das schlicht gesunder Menschenverstand. Ein Preis, der mit dem Geld aller Bürger finanziert wird, darf niemals zum versteckten Zuschuss für einseitigen politischen Aktivismus werden, egal ob von rechts oder von links. Natürlich ließen sie nicht lange auf sich warten, die Pfeile und Schleudern des wütenden linken Kulturbetriebs. „Meinungsfreiheit in Gefahr! Zensur! Das ist rechter Kulturkampf!“, schreien sie und beschuldigen nun Weimer dessen, was sie selbst doch seit Jahrzehnten schon betreiben. Alles, was der eigenen Ideologie widerspricht, muss bekämpft werden. Kinderbücher sollen umgeschrieben werden; missliebige Begriffe und Konzepte werden geächtet.”
“Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrte Abgeordnete! Liebe Gäste und Zuschauer! Das Drama um Staatsminister Weimer geht in einen weiteren Akt. In diesem nimmt er nun die Rolle eines tragischen Helden ein. Man fühlt sich an „Hamlet“ erinnert: Er steht da, einen Aktenordner des Verfassungsschutzes in der Hand, und sinniert: Fördern oder nicht fördern – das ist hier die Frage! In Bezug auf drei mutmaßlich linksradikale Buchhandlungen entschied er sich für Letzteres, und der Instinkt gibt ihm recht. Warum sollte der Staat Einrichtungen ehren und belohnen, die ihn ganz offensichtlich verachten? Der Deutsche Buchhandlungspreis wird aus Steuergeld bezahlt – 1 Million Euro aus dem Portemonnaie des Rentners in Sachsen, der alleinerziehenden Mutter in Berlin, des Handwerkers in Bayern.”
“Solange Filmförderung zur Verbreitung linker Ideologie instrumentalisiert wird, verkommt sie vom Werkzeug der Kulturförderung zu einem Mittel politischer Meinungslenkung. Dem stellen wir uns im Sinne echter künstlerischer Freiheit entgegen. Vielen Dank. Vielen Dank. – Der nächste Redner ist Martin Rabanus für die SPD.”
“Stattdessen wird damit einseitig eine linke Weltsicht propagiert. Eine weitere Institution besetzt mit Leuten, die angewandte Betroffenheitswissenschaft oder feministische Tanztheorie studiert haben und denen man hiermit staatlich finanzierte Stellen schafft, die keinerlei wertschöpfende Funktion haben. Stattdessen dreht sich eine quasi inzestuöse linke Kulturszene immer weiter um sich selbst, verleiht sich gegenseitig Preise, schustert sich gegenseitig Fördermittel zu und verliert dabei das breite Publikum immer weiter aus den Augen. Das kann so nicht weitergehen! Der Filmindustrie wäre schon geholfen, wenn man zuallererst aufhörte, ihr inhaltlich und strukturell eine linke Agenda aufzuzwingen.”
“Doch statt daraus zu lernen, machen beide Anträge es noch schlimmer. So heißt es dort weiter: „Filmförderung ist […] auch Gesellschaftspolitik. […] Deshalb muss […]“ man „auch die Fragen von Diversität, Geschlechtergerechtigkeit, Inklusion […]“ und Antidiskriminierung „ins Zentrum stellen.“ „Ein im Filmförderungsgesetz verankerter Diversitätsbeirat sollte verbindlich mit Vertreter*innen aus entsprechenden Verbänden und Institutionen besetzt werden“ „und zusätzlich einen Sitz im Verwaltungsrat der FFA“ – Filmförderungsanstalt – „erhalten.“ So will man sicherstellen, „dass Förderentscheidungen künftig unter Berücksichtigung sozialer […] Nachhaltigkeit getroffen werden“ „und dass die geförderten Werke die Breite und Vielfalt der deutschen Gesellschaft abbilden.“ Genau diese wird jedoch nicht abgebildet.”
“Ein Zitat aus dem Antrag der Grünen: „Drehbuchautor*innen, Kameraleute, Kostümbildner*innen, Techniker*innen, Musiker*innen und Schauspieler*innen bangen um ihre Existenzgrundlage. Das ist nicht weniger als eine kulturelle und wirtschaftliche Krise.“ Zitat Ende. – Das ist in der Tat eine kulturelle Krise. Diese unerträgliche Sprachverhunzung mit Gendersternchen ist Ausdruck eines viel größeren Problems in der Kunstszene, des Problems, das dann auch zur wirtschaftlichen Krise beiträgt, nämlich dass man das Publikum zu erziehen versucht, dass eine links-woke Agenda das Handeln bestimmt. Aber das Publikum will nicht umerzogen werden. Am Beispiel der Gendersprache sieht man auch deutlich, dass die Mehrheit der Bevölkerung ideologisch motivierte Eingriffe in die Kultur ablehnt.”
“Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrter Staatsminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Liebe Gäste! Das Kino, ein wahrhaft magischer Ort. Wer erinnert sich nicht gerne an Kinobesuche in seiner Jugend, insbesondere die etwas älteren Semester, die ohne Internet aufgewachsen sind und damit ohne Netflix und Chill. Das Kino hat Generationen von Beziehungen ermöglicht, die ohne Dunkelheit, gemeinsame Armlehne und 90-Dezibel-Soundtrack niemals zustande gekommen wären. Wenn man bei solchen Gelegenheiten aus dem Kino kam und sich kaum noch an den Film erinnern konnte, war es trotzdem oftmals ein befriedigendes Erlebnis. Der Erhalt von Kinos ist also generell ein durchaus ehrenwertes Anliegen. Doch heutzutage kommen immer mehr Leute oft unzufrieden aus dem Kino. Das liegt dann nicht an der Begleitung, sondern an modernen Filmen.”
“Sie sind auch eine Mahnung für Regierungen, dass jegliche Unterdrückung früher oder später scheitern muss, egal wie sehr man Begriffe wie „Demokratie“ und „Faschismus“ instrumentalisiert. Irgendwann erkennen die Menschen diese Täuschung und stehen auf und werfen diese Fesseln ab. Jedes Mahnmal bleibt leere Symbolik, wenn nicht auch ein Umdenken in den Köpfen stattfindet, wenn wir nicht die Mauern einreißen, die uns trennen, damit wir wieder wirklich vereint sind, vereint im Streben nach Freiheit statt Sozialismus. Vielen Dank. Die nächste Rednerin in dieser Debatte: für die SPD-Fraktion Dr. Franziska Kersten.”
“Die Menschen in Ostdeutschland haben die Mauer eingerissen, weil sie endlich frei sein wollten, weil sie keine Angst mehr haben wollten vor staatlicher Repression, Zensur und Indoktrination. Und heute? Heute reden dieselben Politiker, die unsere Einheit feiern, von Brandmauern. Wieder eine Mauer zwischen Deutschen, wieder ideologische Ausgrenzung. Wer so spricht, der hat aus der Geschichte nichts gelernt. Die Menschen im Osten wollten damals keine neuen Mauern, sie wollten Freiheit. Und genau das schulden wir ihnen, schulden wir allen Deutschen auch heute noch. Ja, Mahnmale sind wichtig. Sie sind eine Mahnung für die Bürger, wachsam zu sein, solche Zustände nie wieder zuzulassen.”
“Sozialismus und Kommunismus waren wieder einmal gescheitert. Und die überwältigende Mehrheit der Deutschen ist sich auch einig, nicht in einem Land leben zu wollen, das sich demokratisch nennt, aber alles andere als demokratisch ist. Sie wollen nicht in einem Land leben, in dem es offiziell keine Zensur gibt, aber regierungskritische Zeitschriften verboten werden; in einem Land, in dem harmlose Scherze über die Regierung zu Hausdurchsuchungen und Inhaftierungen führen; in einem Land, in dem die Opposition mit einem Geheimdienst verfolgt und bekämpft wird; in einem Land, in dem eine Mauer vor herbeifabulierten Faschisten schützen soll. In einem solchen Land wären Mahnmale gegen Sozialismus und Kommunismus nur ein Feigenblatt, weil linke Narrative immer noch das Handeln bestimmen.”
“Sehr geehrte Frau Präsidentin! Sehr geehrter Herr Staatsminister! Sehr geehrte Damen und Herren! Vor fast 36 Jahren fiel die Mauer. Sie fiel aber nicht einfach so von selbst, sie wurde eingerissen von Menschen, die nach Freiheit strebten, von Deutschen, die wieder ein Volk sein wollten. Ein knappes Jahr später war die geografische Teilung überwunden, die deutsche Einheit hergestellt. Doch in unserer Nationalhymne ist nicht von „Einheit“ die Rede, es heißt „Einigkeit und Recht und Freiheit“. Hoffmann von Fallersleben hat aus gutem Grund diese drei Begriffe als Voraussetzung für ein glückliches Zusammenleben definiert; denn Einheit ist ein Zustand, aber Einigkeit ist eine Entscheidung. Die Menschen im Osten unserer Republik hatten sich damals entschieden, nicht länger in einem repressiven System leben zu wollen.”
“In einer Zeit, in der in Deutschland die Kriegstauglichkeit gefordert wird, erinnern uns gerade die Kriegsgräber mit ihren zahllosen Toten an die immense Verantwortung, die ein Staat, eine Regierung für das Leben der ihr anvertrauten Soldaten trägt. Menschenleben dürfen niemals leichtfertig in vermeidbaren kriegerischen Abenteuern sinnlos verschwendet werden. Da die Würde des Menschen nicht mit dem Tod endet, geht auch die Verantwortung eines Staates für seine Soldaten über den Tod hinaus. Den Volksbund in seiner wichtigen Arbeit des respektvollen Gedenkens zu unterstützen, muss uns deshalb ein gemeinsames Anliegen sein, ebenso wie das Streben nach einer Zukunft, in der keine weiteren Kriegsgräber benötigt werden. Vielen Dank.”
“Grausam, dass so viele Geschichten auf immer ungeschrieben bleiben. Denn es geht nicht nur um das, was war, sondern auch um das, was hätte sein können. So viele Menschen, die einen gewaltsamen frühen Tod fanden, jeder einzelne um seine Zukunft gebracht, Welten voller Möglichkeiten ausgelöscht! Der Volksbund hat die Aufgabe, den Angehörigen einen Ort für ihre Trauer zu geben, einen Raum jenseits von Schuldzuweisungen, und den Trost, dass der Verstorbene eine angemessene Ruhestätte gefunden hat. Dies ist umso wichtiger, wenn in Kriegen menschliche Schicksale zu einer bloßen Zahl in einer Statistik werden. Es geht aber um mehr als nur um die Aufarbeitung der Vergangenheit. Die mahnende Stimme der Kriegsgräber verliert nie an Aktualität.”
“Sehr geehrter Herr Präsident! Sehr geehrte Damen und Herren! Der Volksbund gab sich die Verpflichtung, das Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt zu wahren, den Frieden unter den Völkern zu erhalten und die Würde des Menschen zu achten. Denn so wie die Würde des Menschen nicht erst mit der Geburt beginnt, so endet sie nicht mit dem Tod. Man sagt, die Kultur eines Volkes erkenne man daran, wie es mit seinen Toten umgeht. Ob und wie man den Menschen die letzte Ehre erweist, ist ein Gradmesser der Zivilisation. Das gilt insbesondere für die Opfer von Kriegen. Heinrich Heine sagte einst: „Unter jedem Grabstein liegt eine Weltgeschichte.“ Dort liegt ein Mensch mit all seiner Vergangenheit, mit seiner Kindheit, seiner Jugend, seiner ersten Liebe, ein Mensch mit all seinen Hoffnungen und Träumen, mit all seinen Sorgen und Ängsten.”