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EUROPEAN PARLIAMENT · SITTING

Maria Noichl

Member of the European Parliament · S&D · DE

IN THEIR OWN WORDS

Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen! Die Sicherung der nachhaltigen Zukunft in der Nutztierhaltung, im Nutztiersektor liegt uns allen am Herzen. Ich sage dazu ganz klar: Ja. Und ich glaube, die Mehrheit der Gesellschaft draußen sagt auch ganz klar: Ja. Aber zu was sagen wir Ja?

PLENARY SITTING OF 2026-04-30 · READ THE VERBATIM REPORT

Es ist ganz klar, dass wir NGOs brauchen, die im Tierschutzbereich, im Umweltbereich, aber auch im Landwirtschaftsbereich tätig sind. Ich sage ganz klar Ja ebenso zu landwirtschaftlichen Organisationen. Tun Sie doch nicht so mit dem Bericht, als würde der Bericht heißen: Sind Sie für oder gegen Landwirte?

PLENARY SITTING OF 2026-04-30 · READ THE VERBATIM REPORT

Herr Präsident, liebe Kolleginnen, liebe Kollegen! Wir stehen heute hier, weil wir darum kämpfen, dass es das einzige wirklich faire Rechtsprinzip gibt und geben soll, wenn es um Sexualkontakte geht, das einzig faire Prinzip, nämlich echte Zustimmung, nämlich: „Nur Ja heißt Ja“.

PLENARY SITTING OF 2026-04-27 · READ THE VERBATIM REPORT

Und wenn ich ihn nicht wirklich mit einer Zustimmung will, dann ist es Vergewaltigung. Warum habe ich mir bewusst die Ehemänner und die festen Partner ausgesucht? Weil sie die Hauptgruppe der Täter sind. Es sind nicht nur die Täter, die hinter dem Busch rausspringen. Ja, die gibt es.

PLENARY SITTING OF 2026-04-27 · READ THE VERBATIM REPORT

Das heißt, wir haben neben dem großen Thema körperliche und sexuelle Gewalt gegen Frauen das riesengroße Thema wirtschaftliche Gewalt gegen Frauen. Es ist wirtschaftliche Gewalt, wenn in einer Familie ein Elternteil kleingehalten wird und nicht mitdebattieren kann, wenn es ums Geld geht, weil sie ja nur zuverdient.

PLENARY SITTING OF 2026-03-09 · READ THE VERBATIM REPORT

Ich kam nicht umhin, bei Ihrer Beschreibung der Familiensituation aber doch auch an die sogenannten Tradwives zu denken, also Frauen, die sich auf Social Media hinstellen und anderen Frauen erzählen, dass sie eben nicht erwerbstätig sein sollen, dass sie eben nicht auf eigenen Beinen stehen sollen, sondern dass sie sich dem Mann unterordn…

PLENARY SITTING OF 2026-03-09 · READ THE VERBATIM REPORT

The complete record

Every one of 21 lines we hold for Maria Noichl, in date order, each linked to its source. Free to read, in full, without an account.

  1. Es ist ganz klar, dass wir NGOs brauchen, die im Tierschutzbereich, im Umweltbereich, aber auch im Landwirtschaftsbereich tätig sind. Ich sage ganz klar Ja ebenso zu landwirtschaftlichen Organisationen. Tun Sie doch nicht so mit dem Bericht, als würde der Bericht heißen: Sind Sie für oder gegen Landwirte? Es geht darum: Wie machen wir es besser? Wie gehen wir in die Zukunft mit der Nutztierhaltung? 4-0054-0000

    PLENARY SITTING OF 2026-04-30 · READ THE VERBATIM REPORT

  2. Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen! Die Sicherung der nachhaltigen Zukunft in der Nutztierhaltung, im Nutztiersektor liegt uns allen am Herzen. Ich sage dazu ganz klar: Ja. Und ich glaube, die Mehrheit der Gesellschaft draußen sagt auch ganz klar: Ja. Aber zu was sagen wir Ja? Ich sage Ja zu Fleisch und Milch als Lebensmittel. Aber ich sage gleichzeitig auch Ja dazu, dass mehr pflanzliche Lebensmittel wichtig sind. Ich sage Ja zur extensiven Weidehaltung, und ich sage Ja dazu, dass wir die Futterbasis selber in Europa brauchen. Und ich sage gleichzeitig Ja zu fairen Preise für die Landwirte – ganz klar. Ich sage Ja zur Wissenschaftlichkeit. Und es ärgert mich sehr, dass in dem Bericht die Wissenschaftlichkeit so angegriffen wird. Die Wissenschaftlichkeit ist die Basis unserer Entscheidung. Ich sage ganz klar Ja zu NGOs.

    PLENARY SITTING OF 2026-04-30 · READ THE VERBATIM REPORT

  3. Und wenn ich ihn nicht wirklich mit einer Zustimmung will, dann ist es Vergewaltigung. Warum habe ich mir bewusst die Ehemänner und die festen Partner ausgesucht? Weil sie die Hauptgruppe der Täter sind. Es sind nicht nur die Täter, die hinter dem Busch rausspringen. Ja, die gibt es. Aber die Haupttäter, das Zynische an dieser Gruppe der Haupttäter ist, dass es die Menschen sind, die den Frauen ganz, ganz nahestehen, die über ihre Grenzen gehen und die sie vergewaltigen. 1-0122-0000

    PLENARY SITTING OF 2026-04-27 · READ THE VERBATIM REPORT

  4. Herr Präsident, liebe Kolleginnen, liebe Kollegen! Wir stehen heute hier, weil wir darum kämpfen, dass es das einzige wirklich faire Rechtsprinzip gibt und geben soll, wenn es um Sexualkontakte geht, das einzig faire Prinzip, nämlich echte Zustimmung, nämlich: „Nur Ja heißt Ja“. Ich möchte ganz konkret die Ehemänner und die festen Partner von Frauen ansprechen. Denen muss klar sein, dass wir für ein Prinzip kämpfen, dass die Unterschrift am Ehevertrag nicht lebenslanges Zugriffsrecht auf einen Frauenkörper bedeutet. Manche glauben, dass es so etwas wie einen Dauerauftrag gibt – den gibt es aber nur auf der Bank. Wir kämpfen für ein Prinzip, das auch Ehefrauen, die zwar mal unterschrieben haben, Ehefrauen zu sein, immer noch das Recht haben, das klare Recht haben, zu entscheiden: Will ich einen Sexualkontakt haben oder nicht?

    PLENARY SITTING OF 2026-04-27 · READ THE VERBATIM REPORT

  5. Ich suche mir eine Jüngere, eine Blonde, eine Schlanke.“ Dann würde ich der Frau sagen: „Dann löffelst du aus, was du dir vorher eingebrockt hast.“ Das heißt, Sie bieten als Mann an, an unserer Seite zu stehen. Und ich möchte alle Männer auffordern, an der Seite der Frauen zu stehen. Denn ich kann mir doch nur eine Partnerschaftsart wünschen: eine Partnerschaft, wo meine Partnerin oder mein Partner auf gleicher Augenhöhe ist. Alles andere ist keine Partnerschaft. 1-0152-0000

    PLENARY SITTING OF 2026-03-09 · READ THE VERBATIM REPORT

  6. Ich kam nicht umhin, bei Ihrer Beschreibung der Familiensituation aber doch auch an die sogenannten Tradwives zu denken, also Frauen, die sich auf Social Media hinstellen und anderen Frauen erzählen, dass sie eben nicht erwerbstätig sein sollen, dass sie eben nicht auf eigenen Beinen stehen sollen, sondern dass sie sich dem Mann unterordnen sollen, dass sie zu Hause bleiben sollen, am Herd stehen sollen und die Kinder erziehen sollen. Ich habe mich gefragt: Was wäre Ihre Botschaft an diese Frauen? 1-0151-0000 Maria Noichl (S&D), Antwort auf eine Frage nach dem Verfahren der „blauen Karte“. – Meine Botschaft an diese Frauen wäre ganz klar: Sie sollen sich einfach mal einen Morgen vorstellen, wenn sie aufstehen und ihr Mann sagt „Du gefällst mir nicht mehr.

    PLENARY SITTING OF 2026-03-09 · READ THE VERBATIM REPORT

  7. Deswegen: Der Blick auf die Wirtschaft ist wichtig, aber der Blick auf die Gleichstellung ist mir noch viel, viel wichtiger. Ich möchte noch einmal sagen: Die körperliche, die sexuelle, die psychische Gewalt ist verheerend für Frauen und macht Frauen klein. Die wirtschaftliche Gewalt ist noch obendrauf. (Die Rednerin ist damit einverstanden, auf eine Frage nach dem Verfahren der „blauen Karte“ zu antworten.) 1-0150-0000 Lukas Sieper (NI), Frage nach dem Verfahren der „blauen Karte“. – Vielen Dank, Frau Kollegin, dass Sie die blaue Karte akzeptiert haben. Wenn ich Ihnen so zuhöre, dann kann ich nur sagen, dass ich wieder mal beschämt bin über die Rolle, die wir Männer – oder viele von uns Männern – in diesem ganzen Komplex spielen.

    PLENARY SITTING OF 2026-03-09 · READ THE VERBATIM REPORT

  8. Das heißt, wir haben neben dem großen Thema körperliche und sexuelle Gewalt gegen Frauen das riesengroße Thema wirtschaftliche Gewalt gegen Frauen. Es ist wirtschaftliche Gewalt, wenn in einer Familie ein Elternteil kleingehalten wird und nicht mitdebattieren kann, wenn es ums Geld geht, weil sie ja nur zuverdient. Ich möchte hier deutlich sagen, dass sich dieser Unterschied beim Verdienen bis hin ins Ehebett zieht. Was im Ehebett passiert oder nicht passiert, hat mit dem Verdienen zu tun. Es ist so traurig, dass viele Frauen in Europa nicht alleine leben können. Es ist doch unser Versprechen, wenn wir für Gleichstellung einstehen, dass wir dafür einstehen, dass die Frauen selbstbestimmt leben können. Doch um selbstbestimmt leben zu können, braucht es einen eigenen Geldbeutel – einen Geldbeutel, von dem man leben kann.

    PLENARY SITTING OF 2026-03-09 · READ THE VERBATIM REPORT

  9. Frau Präsidentin, liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, sehr geehrter Herr Kommissar! Warum ist gleicher Lohn für gleiche Arbeit so wichtig? Sie haben es vorher mit dem Thema Wirtschaft in Verbindung gebracht. Ja, es ist wichtig für die Wirtschaft, aber für mich ist es zuallererst wichtig für die Frauen. Für die Frauen ist es wichtig, auf gleicher Augenhöhe mit den Männern zu stehen. Und es ist einfach pervers zu sehen, es ist wirklich schlimm zu sehen, dass wir in Europa so viele Familien haben, wo der Mann verdient und die Frau zuverdient. Zuverdienst bedeutet – und das sehen die Kinder bereits –, die Kinder sehen, dass die Mama ja nur zuverdient und dass das letzte Wort der Papa hat, wenn es darum geht, große Anschaffungen zu machen.

    PLENARY SITTING OF 2026-03-09 · READ THE VERBATIM REPORT

  10. Die USA sind nicht mehr sicher, um sich dort zu treffen – und warum? Weil Faschisten dort immer mehr die Macht übernehmen. Das bedeutet, hier ist es ganz, ganz deutlich erkennbar, wie es wird, wenn nicht mehr ein sicherer Ort Heimat dieser Zusammenkunft ist. Ich bitte jetzt schon die Kommissarin, darüber nachzudenken, ob die nächsten Treffen in Europa stattfinden können, einem Ort, der Frauen und auch allen Besuchern und Besucherinnen diese Sicherheit gibt. 4-0039-0000

    PLENARY SITTING OF 2026-02-12 · READ THE VERBATIM REPORT

  11. Herr Präsident, sehr geehrte Frau Kommissarin, liebe Genossinnen und Genossen, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer! Die Stimme Europas wollen wir in der 70. Frauenrechtskonferenz klar und deutlich sein. Einmal im Jahr zwei Wochen lang findet immer im Hauptquartier der Vereinten Nationen in New York das Treffen der Frauen statt: Es geht um Frauenrechte. Doch dieses Mal wird es anders sein, denn dieses Mal ist die Einreise gefährdet. Die Einreise ist nicht allen offen. Es werden Handys durchsucht, es wird Zurückweisungen geben. Auch auf den Straßen sind die Besucherinnen und Besucher der Konferenz nicht sicher: die ICE‑Gruppe, die rummarschiert und Frauen und Männer zu Unrecht einkassiert, inhaftiert, dort nicht mehr aus den Gefängnissen lässt. Ganz klar ist es so, dass die USA nicht mehr sicher sind für die Frauenrechtskonvention.

    PLENARY SITTING OF 2026-02-12 · READ THE VERBATIM REPORT

  12. Indem ich schlicht und einfach anerkenne, dass dieser Mensch vielleicht andere Entscheidungen trifft als ich selber, aber ich akzeptiere und ich respektiere diese Entscheidungen. Deswegen sind wir heute da. Wir sind heute hier, weil wir Respekt zollen. Ich möchte mich noch einmal ganz, ganz herzlich bei der Bürgerinitiative bedanken. Die Bürgerinitiative hat einen sehr guten Job gemacht, und wir werden morgen ebenso einen sehr guten Job machen. 2-0541-0000

    PLENARY SITTING OF 2025-12-16 · READ THE VERBATIM REPORT

  13. Herr Präsident! Wir sind heute hier im Plenarsaal im Europäischen Parlament, weil wir Respekt zollen. Wir zollen dieser Europäischen Union Respekt, die von Gründervätern und Gründermüttern auf Gleichstellung gebaut wurde. Wir dürfen nie vergessen, dass es von Anfang an auch ein Gleichstellungsprojekt ist und war. Wir zollen dieser Bürgerinitiative, den vielen Sammlerinnen und Sammlern von Unterschriften, aber auch den Menschen, die unterschrieben haben, Respekt. Wir haben Respekt vor ihnen, wir nehmen ihre Unterschrift wahr und wir führen sie aus. Und wir haben vor allen Dingen – und das unterscheidet uns von dieser Seite – Respekt vor den Entscheidungen von einzelnen Frauen. Wie kann ich denn deutlich machen, dass ich einem Menschen auf Augenhöhe gegenüberstehe?

    PLENARY SITTING OF 2025-12-16 · READ THE VERBATIM REPORT

  14. Es ist Etikettenschwindel, wenn draußen „Vereinfachung“ steht und drinnen ist Abbau von Grünlandschutz, wenn draußen „Vereinfachung“ steht und drinnen ist es, dass wir von der zukünftigen Umweltgesetzgebung abgeschnitten werden, wenn draußen auf dem Etikett steht, dass wir weitergehen wollen in die gute Zukunft für die Landwirtschaft und eigentlich der Rückschritt drin ist. Wenn morgen diese Änderungsanträge, die von der extrem rechten Seite, aber auch von den Konservativen kommen, durchgehen, dann wurde aus einem Vorschlag ein absoluter Etikettenschwindel. Deswegen ist für mich ganz klar: Ich werde dieser Art der Vereinfachung so nicht zustimmen. Und wer glaubt, er könnte mit einem Veggie‑Burger hier die Debatten in eine andere Richtung lenken, will nur ablenken. 2-0314-0000

    PLENARY SITTING OF 2025-10-07 · READ THE VERBATIM REPORT

  15. Herr Präsident, sehr geehrter Herr Kommissar, liebe Kolleginnen, liebe Kollegen! Auf was Europa immer stolz ist, ist, dass wir ein tolles Verbraucherschutzprogramm haben, dass wir wirklich für Verbraucherschutz stehen. Verbraucherschutz bedeutet immer, dass das drin ist, was auch draufsteht. Und jetzt kommen wir zur Abstimmung morgen: Da steht drauf „Vereinfachung“, aber das ist nicht wirklich drin. Wenn morgen die einen oder anderen Änderungsanträge durchgehen, ist da nicht Vereinfachung drin, obwohl draußen „Vereinfachung“ draufsteht. Das ist ein Etikettenschwindel.

    PLENARY SITTING OF 2025-10-07 · READ THE VERBATIM REPORT

  16. Diesen Gründen wird man nur zuvorkommen. Man wird die Bienen nicht mit kleinen Bienen‑Hotspots, sondern nur mit einer flächendeckenden, guten, nachhaltigen Landwirtschaft in ganz Europa unterstützen können. Deswegen: Bienenpolitik ist Landwirtschaftspolitik, Landwirtschaftspolitik ist Bienenpolitik. Ein großes Banner oben drüber hilft uns nichts, wir brauchen es jeden Tag. 4-0151-0000

    PLENARY SITTING OF 2025-06-19 · READ THE VERBATIM REPORT

  17. Wenn im Agrarausschuss weiterhin Deregulierung voranschreitet, wenn im Agrarausschuss weiterhin die Bestäuber-, die Biodiversitätsstrategie und andere Dinge, aber auch die Naturwiederherstellungsrichtlinie an die Wand gefahren werden – denn die wird momentan massiv angegriffen im Agrarausschuss –, wenn die Vereinfachungspakete keine Vereinfachungspakete, sondern Bienenangriffspakete sind, dann merken wir, dass der Agrarausschuss der Ausschuss ist, der für die Bienengesundheit zu sorgen hat. Wir alle wissen, dass die Hauptursache für den Rückgang der Bienen die landwirtschaftliche Intensivhaltung ist. Wir alle wissen, dass die Aufgabe der extensiven landwirtschaftlichen Systeme ein Problem ist, dass der Klimawandel, aber auch die invasiven Arten, die Urbanisierung und die Intensivierung der Forstwirtschaft alles Gründe sind.

    PLENARY SITTING OF 2025-06-19 · READ THE VERBATIM REPORT

  18. Frau Präsidentin, liebe Frau Kommissarin, liebe Kolleginnen, liebe Kollegen! Ja, die Kommission ist derzeit unterwegs mit einem Banner „Bienenschutz″; dieses Banner „Bienenschutz“ soll ganz oben stehen. Es ist aber wichtig zu sagen, dass die jüngsten Vorschläge der Kommission zur europäischen Agrarpolitik genau im Gegensatz stehen. Bienenpolitik wird nicht in Ihrem Ausschuss oder in Ihrer Kommission gemacht, sondern Bienenpolitik – die echte Bienenpolitik – wird im Agrarausschuss gemacht.

    PLENARY SITTING OF 2025-06-19 · READ THE VERBATIM REPORT

  19. Wir sind die Vertreter und Vertreterinnen der Bevölkerung. Die Bevölkerung möchte keine GVO‑Produkte auf unseren Feldern. Ich erwarte von der Kommission, dass die Kommission aufhört mit einem Dauerfeuer an Anträgen. Anträge an Anträge an Anträge, die uns als Parlament irgendwann dazu zwingen sollen, doch Ja zu sagen. Das Parlament wird Nein sagen, auch in Zukunft – und trotzdem erwarte ich mir, dass diese demokratische Legitimation unserer Abstimmung hier mehr wertgeschätzt wird. Das ist eine klare Ansage an die Kommission. 3-0538-0000

    PLENARY SITTING OF 2025-05-07 · READ THE VERBATIM REPORT

  20. Frau Präsidentin, liebe Kolleginnen und Kollegen! Es ist eindeutig: Die Bevölkerung in Europa möchte mehrheitlich keine GVO auf unseren Feldern. Keine GVO auf unseren Feldern! Abstimmungen haben das immer wieder bewiesen in den einzelnen Mitgliedsländern, es ist eindeutig. Ich möchte meinem Vorredner Herrn Buda eines sagen: Herr Buda, es ist beschämend, wie Sie auf der einen Seite zum Beispiel in diesem Fall hinter der EFSA stehen und deutlich machen: Wir machen das, was die EFSA will, nämlich wir bringen GVO auf den Teller. Auf der anderen Seite, wenn es um Tierschutz geht, beschimpfen Sie die EFSA in einer Art und Weise, dass ich mich in der letzten Debatte für Sie geschämt habe, wie es sein kann, dass man so eine Behörde der Europäischen Union beschimpft. Wir stehen hier an einem klaren Punkt.

    PLENARY SITTING OF 2025-05-07 · READ THE VERBATIM REPORT

  21. Sehr geehrte Frau Präsidentin, liebe Kommissarin! Als allererstes möchte ich mich bei den Zuschauerinnen und Zuschauern, die vielleicht am Fernsehgerät sitzen, am PC sitzen, entschuldigen – entschuldigen für manche Reden, die hier im Haus gehalten wurden. Dieser Teil des Parlaments ist konstruktiv. Dieser Teil des Parlaments arbeitet freundschaftlich miteinander, auch wenn wir nicht immer einer Meinung sind. Aber es gibt auch einen Teil hier im Haus – dieser Teil ist destruktiv von Anfang an. Dieser Teil ist rückwärtsgewandt und teilweise einfach nur dumm – ich möchte mich dafür entschuldigen. Aber jetzt zum Thema: Wir haben einen Fahrplan bekommen. Einen Fahrplan: Schon allein das Wort bedeutet, wir sind immer noch nicht am Ziel – ein Fahrplan. Und ich muss ganz klar sagen: Ja, er ist nicht schlecht, der Fahrplan.

    PLENARY SITTING OF 2025-03-11 · READ THE VERBATIM REPORT