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EUROPEAN PARLIAMENT · SITTING

Manuela Ripa

Member of the European Parliament · PPE · DE

IN THEIR OWN WORDS

Yet what he tells me is that he is stretched to his limits. He tells me that accessing EU support and EU funding is a full-time job, that he cannot cope with the paperwork, that it is too complex. He spoke to me about what it feels like to have uncertainty between one contract and another.

PLENARY SITTING OF 2026-06-18 · READ THE VERBATIM REPORT

Kull lingwa ġġorr magħha storja, kull lingwa ġġorr magħha perspettiva tad-dinja u l-lingwi huma xi ħaġa ħajja u xi ħaġa għal qalbi ħafna. Jiena konvint li d-diversità lingwistika u dik kulturali jmorru id f'id, huma ħaġa waħda, u għalhekk għandna bżonn nissapportjaw l-użu fl-għarfien fil-ħiliet u fl-użu tal-lingwi differenti li għandna ma…

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We acknowledge that it plays a very strong role when it comes to building resilience and having stronger societies. And we celebrate it, we celebrate culture and we celebrate diversity. But it pains me also a little bit to see that this recognition is is not enough. Recognition alone is not enough.

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Deshalb brauchen wir unter anderem mehr Spielplätze, mehr naturnahe Freiräume und mehr Orte, an denen Kinder einfach Kinder sein können. Und die Europäische Union muss handeln; die Europäische Garantie für Kinder ist ein guter Anfang.

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Herr Präsident! Kunst und Kultur werden in Europa großgeschrieben – genau das soll diese Erklärung heute deutlich machen. Kultur ist weit mehr als nur Unterhaltung; sie ist das Fundament unserer europäischen Identität, unserer Demokratie und unseres gesellschaftlichen Zusammenhalts.

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Herr Präsident! Schlimm genug, dass wir im Jahre 2026 überhaupt daran erinnern müssen, dass Kinder spielen sollten. Dass wir dieses Recht eigens betonen müssen, zeigt, wie weit wir uns von einer wirklich kindergerechten Gesellschaft entfernt haben – traurig, aber wahr –, auch in Europa. Spielen ist kein Zeitvertreib.

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The complete record

Every one of 30 lines we hold for Manuela Ripa, in date order, each linked to its source. Free to read, in full, without an account.

  1. Dabei ist gerade sie der Nährboden für Fantasie, Kreativität und Eigeninitiative. Wer nie Langeweile erlebt hat, lernt auch seltener, sich selber etwas auszudenken, Neues zu erschaffen und eigene Lösungen zu finden. Auch wir als Parlament sollten dem Recht auf Spiel mehr politischen Stellenwert einräumen. Was Social-Media-Plattformen angeht: Diese müssen stärker reguliert werden und mit einer Altersgrenze für die Nutzung belegt werden. Alles andere ist weltfremd, so wie die Entscheidung des Deutschen Ethikrates dazu. Wer Kindern das Spielen nimmt, nimmt ihnen ein Stück Kindheit. Geben wir ihnen Zeit, Raum und die Freiheit, einfach Kinder sein zu dürfen! 4-0189-0000

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  2. Deshalb brauchen wir unter anderem mehr Spielplätze, mehr naturnahe Freiräume und mehr Orte, an denen Kinder einfach Kinder sein können. Und die Europäische Union muss handeln; die Europäische Garantie für Kinder ist ein guter Anfang. Außerdem zeigt Finnland bereits, dass eine konsequente Förderung des Spielens funktioniert, auch in der Bildungspolitik; andere Länder sollten sich daran ein Beispiel nehmen. Gleichzeitig müssen wir uns auch ehrlich machen: Während Kinder immer weniger spielen, verdienen Social-Media-Plattformen Milliarden damit, sie möglichst lange am Bildschirm festzuhalten. Jede Minute Aufmerksamkeit bringt Profit. Jede Stunde vor dem Bildschirm ist aber oft eine Stunde weniger zum Spielen, Entdecken und Erleben – ganz abgesehen von den mentalen Folgen. Noch etwas geht verloren: Langeweile.

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  3. Herr Präsident! Schlimm genug, dass wir im Jahre 2026 überhaupt daran erinnern müssen, dass Kinder spielen sollten. Dass wir dieses Recht eigens betonen müssen, zeigt, wie weit wir uns von einer wirklich kindergerechten Gesellschaft entfernt haben – traurig, aber wahr –, auch in Europa. Spielen ist kein Zeitvertreib. Spielen ist ein Kinderrecht und das Fundament einer gesunden Kindheit. Wo Kinder spielen, wachsen Freundschaften, dort entsteht Kreativität, Mut, Empathie und Selbstvertrauen. Beim Spielen lernen Kinder zu teilen, zu streiten, sich wieder zu versöhnen und gemeinsam Lösungen zu finden. Spielen fördert das Lernen, stärkt soziale Kompetenzen und ist ein Schlüssel für die mentale Gesundheit unserer Kinder. Kein Bildschirm und kein Algorithmus können das ersetzen.

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  4. Yet what he tells me is that he is stretched to his limits. He tells me that accessing EU support and EU funding is a full-time job, that he cannot cope with the paperwork, that it is too complex. He spoke to me about what it feels like to have uncertainty between one contract and another. How he worries when work dries up, and what it means to him to have to deal with rising costs to be able to put up his performances and his works. This is a story that is true not only for Dorian, but for many artists across the European Union. We ask them to help us imagine a European future. We ask them to help us imagine a better future, to make our cities more beautiful, to create music, to share experiences. But we must also help them create a fair future for themselves. That is why the words of this declaration cannot and must not remain on paper.

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  5. We acknowledge that it plays a very strong role when it comes to building resilience and having stronger societies. And we celebrate it, we celebrate culture and we celebrate diversity. But it pains me also a little bit to see that this recognition is is not enough. Recognition alone is not enough. Artists are doing great contributions to our societies but, at the same time, they shoulder a lot of weight and a lot of insecurity by themselves. I would like to bring this discussion to a very practical level again, and I would like to share with this chamber an exchange that I had last week with an artist who is involved in performing arts. His name is Dorian. Dorian has a company. He employs eight people in his company, and his work is showcased all around the world in international festivals and everywhere around the world.

    PLENARY SITTING OF 2026-06-18 · READ THE VERBATIM REPORT

  6. Kull lingwa ġġorr magħha storja, kull lingwa ġġorr magħha perspettiva tad-dinja u l-lingwi huma xi ħaġa ħajja u xi ħaġa għal qalbi ħafna. Jiena konvint li d-diversità lingwistika u dik kulturali jmorru id f'id, huma ħaġa waħda, u għalhekk għandna bżonn nissapportjaw l-użu fl-għarfien fil-ħiliet u fl-użu tal-lingwi differenti li għandna madwar l-Unjoni Ewropea kollha. Bil-Malti, fil-lingwa Maltija, għandna qawl li jgħid: bejn il-kliem u l-fatti hemm baħar jikkumbatti. Again, between words and action there is an ocean to cross. And I think there is nowhere where this is truer than in the cultural sector. As politicians – and I hear many politicians speak about culture, and I've heard this exchange which we've had today – everyone acknowledges the importance of the cultural sector. We appreciate the contribution it makes to our societies.

    PLENARY SITTING OF 2026-06-18 · READ THE VERBATIM REPORT

  7. Unzählige Vereine, Chöre, Theatergruppen, Museen und Initiativen werden von Ehrenamtlichen getragen; sie sind das Rückgrat unseres kulturellen Lebens und verdienen mehr Anerkennung und Förderung. Ebenso wichtig ist eine Stärkung der kulturellen Demokratie: mehr Teilhabe, mehr Mitbestimmung, mehr Bürgerbeteiligung bei Kulturprojekten. Kultur lebt vom Mitmachen und nicht nur vom Zuschauen. Kultur macht Europa stark. Wir müssen sie schützen, fördern und ins digitale Zeitalter führen – für unser aller Interesse. 4-0108-0000 Glenn Micallef, Membru tal-Kummissjoni. – Irrid nitkellem bil-Malti għaliex din l-Unjoni għandha erbgħa u għoxrin lingwa uffiċjali. Apparti minn hekk, għandna aktar minn sittin lingwa, li għalkemm mhumiex uffiċjali, huma importanti ħafna.

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  8. Erstens brauchen wir eine verbindliche und langfristige Finanzierung der europäischen Kulturpolitik im nächsten mehrjährigen Finanzrahmen; daran müssen wir gemeinsam arbeiten, und genau dafür setzen wir uns auch im Kulturausschuss ein. Zweitens brauchen wir klare Regeln für den Einsatz künstlicher Intelligenz und besseren Schutz der kulturellen Vielfalt gegenüber großen digitalen Plattformen; wir müssen die Rechte von Künstlerinnen und Künstlern schützen. Regionale Sprachen, lokale Kultur und unabhängige Kunst dürfen nicht verdrängt werden; kulturelle Vielfalt muss gestärkt werden und darf nicht vereinheitlicht werden. Drittens sollten wir das Ehrenamt im Kulturbereich deutlich stärker unterstützen.

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  9. Herr Präsident! Kunst und Kultur werden in Europa großgeschrieben – genau das soll diese Erklärung heute deutlich machen. Kultur ist weit mehr als nur Unterhaltung; sie ist das Fundament unserer europäischen Identität, unserer Demokratie und unseres gesellschaftlichen Zusammenhalts. Ich begrüße daher ausdrücklich, dass diese Erklärung Kultur als strategische Ressource für Europa versteht. Sie hebt die Bedeutung der Vielfalt hervor, setzt sich für den freien Zugang zur Kultur für alle ein und betont die wichtige Rolle junger Menschen sowie der kulturellen Bildung. Gerade in einer Zeit großer gesellschaftlicher und geopolitischer Herausforderungen brauchen wir Kunst und Kultur als Brückenbauer, als Raum für Dialog und als Quelle von Kreativität und Innovation. Wir müssen jetzt den nächsten Schritt gehen.

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  10. Ich finde es wirklich sehr abenteuerlich, dass wenn wir hier über so etwas Wichtiges wie den Schutz unserer Biodiversität sprechen, das hier in diesem Plenum behauptet wird, dass Deutschland die AfD braucht. Das ist wirklich auch ein bisschen eine Verachtung dieses Plenums. Aber danke für Ihre Frage. 4-0202-0000

    PLENARY SITTING OF 2026-04-30 · READ THE VERBATIM REPORT

  11. Sie haben gerade in Ihrer Rede gesagt, dass es ein Problem ist, dass das Ganze auf Freiwilligkeit aufbaut. Und jetzt haben wir hier die Kollegin von der AfD und auch die von den Patrioten, die die Falschbehauptung aufstellen, dass es sich dabei schon jetzt um eine Steuer handeln würde. Meine Frage ist: Ist das, was sie sich als verpflichtende Zahlung vorstellen, dann eine Steuer? Und – falls ja – wie würden Sie das den Unternehmen erklären? 4-0201-0000 Manuela Ripa (PPE), Antwort auf eine Frage nach dem Verfahren der „blauen Karte“. – Ganz herzlichen Dank für diese Frage. Wie ich ausführlich in meiner Rede gerade gesagt habe, sollen die, die von diesem Fonds profitieren, also ganz klar auch in diesen Fonds einzahlen.

    PLENARY SITTING OF 2026-04-30 · READ THE VERBATIM REPORT

  12. Diejenigen, die von genetischen Ressourcen profitieren, müssen auch zu ihrem Schutz beitragen. Dafür brauchen wir verlässliche, planbare Beiträge. Wir brauchen auch die Einbindung der Industrie, die die DSI brauchen. Die EU muss vorangehen mit einem Modell, das Fairness schafft und gleichzeitig Wettbewerbsfähigkeit erhöht. Es geht darum, Wirtschaft und Naturschutz zusammenzudenken. Der Schutz der Biodiversität ist keine Last, er ist eine Investition in unsere gemeinsame Zukunft. Und genau deshalb ist ein wirksamer Cali-Fonds so wichtig. (Die Rednerin ist damit einverstanden, auf eine Frage nach dem Verfahren der „blauen Karte“ zu antworten.) 4-0200-0000 Lukas Sieper (Renew), Frage nach dem Verfahren der „blauen Karte“. – Vielen Dank, Frau Kollegin, dass Sie die blaue Karte akzeptiert haben.

    PLENARY SITTING OF 2026-04-30 · READ THE VERBATIM REPORT

  13. Genau deshalb ist der Fonds für DSI so entscheidend, liebe Kommission. Er schafft erstmals die Möglichkeit, dass Mittel dorthin fließen, wo Biodiversität geschützt werden muss – oft in Länder, die selbst nicht genug Ressourcen dafür haben. Doch genau diese Länder schützen globale Güter, und deswegen haben wir ihnen gegenüber eine Verantwortung. Regenwälder, Korallenriffe, einzigartige Lebensräume: Sie sind keine regionalen Güter, sie sind Fundament unseres Planeten. Wenn wir für uns alle die Biodiversität schützen wollen, dann müssen wir handeln. Nicht irgendwann, nicht halbherzig, sondern jetzt! Doch der Fonds ist unzureichend ausgestattet. Freiwillige Beiträge und unklare Strukturen reichen nicht aus. Wir müssen diesen Fonds jetzt stärken – finanziell, strukturell und politisch.

    PLENARY SITTING OF 2026-04-30 · READ THE VERBATIM REPORT

  14. Frau Präsidentin! Ohne einen funktionierenden Cali-Fonds für digitale Sequenzinformationen, kurz DSI, bleibt der Biodiversitätsschutz nur ein Versprechen. Biodiversität ist jedoch die Grundlage für alles, für unsere Zukunft und auch für unsere Wirtschaft. Schlüsselindustrien wie Pharma, Landwirtschaft und Biotechnologie sind direkt von ihr abhängig. Sie alle nutzen genetische Ressourcen. Sie alle profitieren von funktionierenden Ökosystemen. Ohne Biodiversität gibt es keine Innovation, keine neuen Wirkstoffe, keine resilienten Produktionssysteme. Jedoch verschwindet Biodiversität in einem Tempo, das wir lange unterschätzt haben. Arten sterben, Ökosysteme verschwinden – und mit ihnen die Basis für unsere Ernährung, unsere Gesundheit und unsere wirtschaftliche Stabilität.

    PLENARY SITTING OF 2026-04-30 · READ THE VERBATIM REPORT

  15. Wir brauchen kritisches Denken, Urteilsvermögen, Medienkompetenz. Ich halte es daher für überfällig, einen verpflichtenden KI‑Führerschein an Schulen einzuführen: Wie man verantwortungsvoll mit KI umgeht, darf kein Zusatzangebot sein; das muss Standard werden in ganz Europa. Hierfür müssen wir auch unseren Lehrkräften Werkzeuge an die Hand geben. Und noch etwas: Während wir hier diskutieren, haben weltweit rund 80 Millionen Kinder keinen Zugang zu Grundschulbildung. Zu oft entscheidet soziale Herkunft über Bildungschancen. Das ist nicht nur ungerecht, das ist ökonomisch kurzsichtig und demokratisch gefährlich. Bildung ist kein Luxus, kein Nebenthema; gute Bildung für alle ist oberste Priorität. 3-0357-0000

    PLENARY SITTING OF 2026-02-11 · READ THE VERBATIM REPORT

  16. Frau Präsidentin! Bildung entscheidet über Zukunft – über die Zukunft jedes Einzelnen und über die Zukunft Europas. Deshalb muss Bildung die Top‑Priorität der EU und ihrer Mitgliedstaaten werden, genauso wichtig wie Wettbewerbsfähigkeit, denn ohne Bildung gibt es keine Wettbewerbsfähigkeit. Innovation, Fachkräfte, Resilienz – all das beginnt im Klassenzimmer. Gleichzeitig erleben wir eine technologische Revolution. Künstliche Intelligenz verändert weltweit auch den Bildungsbereich, aber das neue Lernen darf nicht darin bestehen, dass Kinder der KI eine Frage stellen und die Antwort einfach abschreiben. Neue Studien zeigen: KI‑Systeme liefern oft nicht nur falsche Antworten, sie erfinden sogar teilweise Inhalte. Deshalb lautet die entscheidende Frage: Nutzen unsere Kinder die KI oder nutzt die KI unsere Kinder?

    PLENARY SITTING OF 2026-02-11 · READ THE VERBATIM REPORT

  17. Und ja, auch Tiere bringt die Zeitumstellung durcheinander, mit teilweise dramatischen Folgen. Es gibt in dieser Zeit zum Beispiel mehr Wildunfälle, mehr Wildtiere, die durch den Straßenverkehr sterben. Die Bürgerinnen und Bürger wollen das Ende der Zeitumstellung, und zwar jetzt. Hoffentlich kommt durch die gestrige Meldung aus Spanien Bewegung ins Spiel. Denn Spanien will die Zeitumstellung abschaffen. Ich habe hier im Plenum eineinhalb Minuten Redezeit, aber das bräuchte ich gar nicht, denn das Einzige, was es zu diesem Thema zu sagen gibt, geht an die Mitgliedstaaten, also an den Rat: Hört endlich auf die Menschen, schafft diese absurde Praxis ab! Den Segen des Parlaments habt ihr. Es wäre ein klares Signal, das allen Skeptikern zeigt: Europa hört auf seine Bürger und handelt pragmatisch, bürgernah und vernünftig. 4-0179-0000

    PLENARY SITTING OF 2025-10-23 · READ THE VERBATIM REPORT

  18. Frau Präsidentin! Und ewig grüßt das Murmeltier, wenn wir zweimal im Jahr die Uhrzeit umstellen. Und ewig grüßt das Murmeltier, wenn sich alle wieder darüber aufregen. Und trotzdem passiert nichts. Seit sechs Jahren liegt der Beschluss des Europäischen Parlaments auf dem Tisch. Seit mehr als sechs Jahren wissen wir: Der Nutzen ist minimal, der Schaden spürbar. Aber keiner weiß – und mein Kollege, der eben gesprochen hat, weiß es anscheinend auch nicht –, dass es nur daran liegt, dass sich die Mitgliedstaaten nicht einigen können, obwohl eindeutig belegt ist: Energie spart niemand mehr durch die Zeitumstellung. Dafür leiden Millionen unter Schlaf- und Konzentrationsproblemen. Kinder, ältere Menschen, chronisch Kranke – alle spüren, was diese künstliche Zeitverschiebung mit dem Biorhythmus macht.

    PLENARY SITTING OF 2025-10-23 · READ THE VERBATIM REPORT

  19. Wir sind Hüter unserer kulturellen Vielfalt. Mein Appell an die Kommission: Lassen Sie uns unser europäisches Kulturmodell gemeinsam verteidigen! Die AVMD-Richtlinie ist keine Verhandlungsmasse. Das sind wir unseren Kreativen, uns allen und der europäischen Idee selbst schuldig. 4-0022-0000

    PLENARY SITTING OF 2025-10-23 · READ THE VERBATIM REPORT

  20. Frau Präsidentin! Kulturpolitik ist nicht verhandelbar, und unser Recht, sie zu schützen, auch nicht. Als wir mit dem Ausschuss für Kultur und Bildung in den USA waren, haben uns viele Kulturschaffende beneidet um unsere Mediengesetze, um Europas Mut, Vielfalt zu fördern, statt sie dem Markt zu opfern. Die AVMD-Richtlinie garantiert den Zugang zu europäischen Werken, schützt unsere Sprachen, unseren Medienpluralismus und unsere demokratische Debattenkultur. Die Zusammenarbeit mit unseren amerikanischen Partnern ist wichtig, keine Frage. Aber Europa darf nicht naiv sein. Es geht hier nicht um Protektionismus, sondern um kulturelle Selbstbestimmung, faire Wettbewerbsbedingungen und Respekt vor den Kreativen, die unsere Identität lebendig halten. Wir sind nicht nur Konsumentinnen und Konsumenten von Inhalten.

    PLENARY SITTING OF 2025-10-23 · READ THE VERBATIM REPORT

  21. Das ist auch eine Aufforderung an Politiker, Mitgliedstaaten, EU-Institutionen und alle, sie gerade für ihre Kommunikation zu nutzen und nicht X oder ähnliche andere amerikanische Modelle. Ein souveränes Europa fängt hier an! 3-0360-0000

    PLENARY SITTING OF 2025-10-08 · READ THE VERBATIM REPORT

  22. Frau Präsidentin! Man braucht nicht lange drum herumzureden: Die Konzentration von Macht und Daten in Hand weniger Tech-Konzerne aus den USA und China schwächt Europa. Sie gefährdet und manipuliert durch Algorithmen und Desinformation den demokratischen Diskurs. Es ist daher höchste Zeit, konkurrenzfähige europäische Alternativen zu schaffen. Dazu gehören Clouddienste, KI-Systeme, digitale Infrastrukturen und sichere Datenräume made in Europe, die unseren Standards entsprechen und einen gesellschaftlichen Mehrwert haben. Ganz wichtig: Das bedeutet nicht, eins zu eins das amerikanische Modell zu kopieren, das auf Werbefinanzierung und Datenmonetarisierung basiert. Im Gegenteil: Das europäische Modell sollte auf Gemeinwohl und Grundrechten basieren. Damit das Realität werden kann, müssen europäische Alternativen ab Tag eins genutzt werden.

    PLENARY SITTING OF 2025-10-08 · READ THE VERBATIM REPORT

  23. Genauso wichtig ist der informierte Verbraucher. Wer gesund einkaufen will, braucht klar verständliche Nährwertkennzeichnungen. Doch wir müssen auch über psychische Erkrankungen sprechen und hier über den übermäßigen Konsum sozialer Medien, gerade bei Jugendlichen. Studien zeigen, dass ständiges Scrollen, Reizüberflutung und digitaler Stress das Risiko für Depressionen und Konzentrationsprobleme erhöhen können. Deshalb müssen wir auf europäischer Ebene dringend dafür sorgen, dass unsere Kinder besser geschützt werden. Dazu gehört Aufklärung in der Schule, aber auch Aufklärung der Eltern und eine stärkere Verantwortung der Plattformen. Süchtig machende Algorithmen ebnen den Weg zu einer neuen Volkskrankheit, und das schon in sehr jungen Jahren. Gesundheit ist mehr als die Abwesenheit von Krankheit.

    PLENARY SITTING OF 2025-05-08 · READ THE VERBATIM REPORT

  24. Frau Präsidentin! Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehören zu den Gesundheitsgefahren unserer Zeit. Gut ist: Viele dieser Erkrankungen sind vermeidbar. Ein zentraler Hebel dabei ist gesunde Ernährung. Doch gesunde Ernährung darf kein Luxus sein. Wenn wir es ernst meinen mit der Vorsorge, dann müssen wir gesunde Lebensmittel günstiger machen, zum Beispiel durch die Senkung der Mehrwertsteuer auf Obst und Gemüse. Gleichzeitig müssen wir ungesunde, stark verarbeitete Produkte angehen. Denn sie belasten nicht nur unseren Körper, sondern auch unser Gesundheitssystem und damit die Allgemeinheit. Besonders schutzbedürftig sind unsere Kinder. Werbung für ungesunde Lebensmittel, die sich gezielt an sie richtet, muss nicht sein. Kinder sollen lernen, was ihrem Körper guttut, nicht, was sich am besten verkauft.

    PLENARY SITTING OF 2025-05-08 · READ THE VERBATIM REPORT

  25. Klar ist damit aber auch für uns in der EU: nach Rom beginnt nicht das Feiern, sondern die Arbeit. Die Finanzierung muss eingehalten werden; es braucht mehr echte Schutzgebiete, und Investitionen müssen naturverträglich werden. Für die nächste Klimaschutzkonferenz in Brasilien gilt: Artenschutz ist keine Nebensache, sondern beides muss Hand in Hand gehen, sonst verstärken wir die Probleme. 3-0412-0000 Solicitudes incidentales de uso de la palabra («catch the eye») 3-0413-0000

    PLENARY SITTING OF 2025-04-02 · READ THE VERBATIM REPORT

  26. Herr Präsident! Das Scheitern der 16. Artenschutzkonferenz in Kolumbien, COP 16, war angesichts der Tatsache, dass schätzungsweise weltweit bis zu 150 Arten am Tag sterben, dramatisch. Denn die Biodiversität ist das Fundament, auf dem unsere Gesundheit, unsere Ernährung und unsere Sicherheit stehen. Hinzu kommt, dass über die Hälfte der Wirtschaftsleistung auf globaler Ebene von funktionierenden Ökosystemen abhängt. Es geht hier also nicht um ein bisschen Naturschutz, sondern um unsere Lebensgrundlagen. Es ist daher entscheidend, dass die Nachverhandlung in Rom eine gemeinsame Finanzierung, klare Berichts‑ und Kontrollmechanismen und die Umsetzung des globalen Biodiversitätsrahmens erreicht hat – das ist ein ganz zentraler Schritt. Es zeigt den Willen von 200 Nationen, das rasante Artensterben aufhalten zu wollen.

    PLENARY SITTING OF 2025-04-02 · READ THE VERBATIM REPORT

  27. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, dass wir in Europa neben einer effektiven Wasserstrategie das EU‑Bodengesetz verabschieden – als erster wichtiger Schritt hin zu mehr Bodenschutz und gegen Wüstenbildung. Bei der Wüstenbildung ist es wie beim Klimawandel. Es ist viel kostengünstiger und einfacher, jetzt Gegenmaßnahmen zu ergreifen, als die Dinge umzukehren, wenn der Schaden schon eingetreten ist. Denn dann ist es zu spät. 4-0052-0000

    PLENARY SITTING OF 2025-01-23 · READ THE VERBATIM REPORT

  28. Herr Präsident! Die Wüstenbildung ist eines der drängendsten Probleme unserer Zeit – nicht nur etwa in Afrika oder in Asien, auch in Europa. 13 EU‑Länder in Süd‑, Mittel‑ und Osteuropa sind nach eigenen Angaben bereits betroffen. Auch in anderen Teilen Europas schreitet die Austrocknung von Böden voran. Zukünftig könnten auch hier Wüsten entstehen. Dass es dringenden Handlungsbedarf gibt, dieses Bewusstsein war nicht ausreichend vorhanden bei der COP16 in Riad. Auch in der EU wird definitiv nicht genügend getan. Probleme sind voranschreitende Bodenversiegelung, Entwaldung, zu intensive Landnutzung, falsche Bewirtschaftung. Der Klimawandel mit Dürren und Starkregenereignissen beschleunigt zudem noch den Verlust fruchtbarer Böden.

    PLENARY SITTING OF 2025-01-23 · READ THE VERBATIM REPORT

  29. Diese starke Mehrheit muss jetzt weitermachen. Dieses Jahr müssen wir ein ehrgeiziges Abkommen hinbekommen. Plastik verschmutzt unsere Meere und unser Trinkwasser, gefährdet die Gesundheit von Menschen und Tieren, und es verschärft die Klimakrise. 3-0275-0000

    PLENARY SITTING OF 2025-01-22 · READ THE VERBATIM REPORT

  30. Frau Präsidentin! Die weltweite Plastikverschmutzung erfordert einen umfassenden Ansatz, der über bloßes Abfallmanagement hinausgeht. Wir müssen bei der viel zu hohen Produktion von Plastik ansetzen. 400 Millionen Tonnen werden jedes Jahr hergestellt. Wir brauchen einen verbindlichen UN‑Vertrag, der den ganzen Zyklus von Kunststoffen berücksichtigt, von der Produktion bis zur Entsorgung. Laut Prognosen wird die Plastikproduktion sich bis 2060 verdreifachen. Was jetzt zu tun ist? Weltweit und in der EU weniger Plastik herstellen und nutzen, gefährliche Chemikalien verbannen, das Produktdesign verbessern, um auch besser und mehr recyceln zu können, und genug Finanzierung zur Verfügung stellen. Über 100 Länder, darunter die EU, haben in Busan eine klare Haltung gezeigt gegen eine Minderheit von erdölfördernden Ländern.

    PLENARY SITTING OF 2025-01-22 · READ THE VERBATIM REPORT