Pascal Arimont
Member of the European Parliament · PPE · BE
“Die Kommission hat bereits über 800 Feuerwehrkräfte aus 14 Ländern in den Hochrisikogebieten Südeuropas vorpositioniert; das ist richtig, das ist notwendig, aber es wird leider nicht reichen, denn wir haben es längst nicht mehr mit einzelnen Extremereignissen zu tun.”
“Frau Präsidentin, Frau Kommissarin! Europa brennt mal wieder, und das ist längst keine Ausnahme mehr; es ist zur neuen Realität geworden, und das hat sehr viel mit Klimaveränderung zu tun. Allein in diesem Jahr wurden bereits 1000 Waldbrände registriert, fast doppelt so viele wie im Durchschnitt der vergangenen Jahrzehnte.”
“Es sind natürlich die Feuerwehrmänner und -frauen. In Europa gibt es ungefähr 2 Mio., 2,5 Mio. freiwillige Feuerwehrleute – die müssen wir in den Fokus stellen. Die müssen wir nicht nur schützen, wir müssen sogar diese Freiwilligkeit fördern.”
“Frau Präsidentin, sehr geehrte Frau Kommissarin! Insgesamt 500 Tote haben wir in den letzten fünf Jahren durch Hochwasser in Europa zu beklagen – unter anderem und nicht zuletzt in Valencia. Die Natur schlägt unerbittlich zu. Sie reißt Menschen in den Tod und verwüstet ganze Landstriche.”
“Sehr geehrter Herr Präsident, sehr geehrte Frau Kommissarin, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Wir debattieren jedes Jahr immer wieder über Waldbrände. Lasst uns vielleicht auch über diejenigen reden, die diese Waldbrände löschen: unsere Feuerwehrleute, insbesondere die vielen Freiwilligen.”
“Ein konkretes Beispiel: Während die belgischen Feuerwehrleute DSP-Kupplungen des Guillemin-Systems verwenden, ist in Deutschland und in den Niederlanden das sogenannte Storz-System Standard, und das sind direkte Nachbarländer. Das führt dazu, dass bei gemeinsamen Einsätzen wertvolle Zeit verloren geht, und das kann Leben kosten.”
The complete record
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“Es sind natürlich die Feuerwehrmänner und -frauen. In Europa gibt es ungefähr 2 Mio., 2,5 Mio. freiwillige Feuerwehrleute – die müssen wir in den Fokus stellen. Die müssen wir nicht nur schützen, wir müssen sogar diese Freiwilligkeit fördern. Dazu gehört auch, dass wir unsere Systeme der sozialen Sicherheit an diese Freiwilligkeit anpassen. Europa brennt, und wir müssen dem helfen, der den Brand löscht. 3-0085-0000”
“Die Kommission hat bereits über 800 Feuerwehrkräfte aus 14 Ländern in den Hochrisikogebieten Südeuropas vorpositioniert; das ist richtig, das ist notwendig, aber es wird leider nicht reichen, denn wir haben es längst nicht mehr mit einzelnen Extremereignissen zu tun. Wir arbeiten gerade auch mit Hochdruck daran, den sogenannten Europäischen Katastrophenschutzmechanismus weiterzuentwickeln, wir brauchen aber weitere Investitionen in Prävention, moderne Frühwarnsysteme, klimaresistente Wälder und den Schutz unserer Einsatzkräfte. Unser Leitgedanke muss sein, Krisen antizipieren statt improvisieren, vorbereiten statt hinterherlaufen, handeln, bevor eine Lage eskaliert. Ich möchte diese Rede hier auch nutzen, um diejenigen in den Fokus unserer Aufmerksamkeit zu stellen, die das verdienen: Wer löscht den Brand, wenn es brennt?”
“Frau Präsidentin, Frau Kommissarin! Europa brennt mal wieder, und das ist längst keine Ausnahme mehr; es ist zur neuen Realität geworden, und das hat sehr viel mit Klimaveränderung zu tun. Allein in diesem Jahr wurden bereits 1000 Waldbrände registriert, fast doppelt so viele wie im Durchschnitt der vergangenen Jahrzehnte. 2025 war das zerstörerischste Waldbrandjahr in der Geschichte der EU – mehr als 1 Mio. Hektar wurden verwüstet. Frankreich und Portugal haben den Katastrophenschutzmechanismus erst vor wenigen Tagen erneut aktivieren müssen. Wir reden nicht über ein Zukunftsszenario, wir reden über die traurige Gegenwart.”
“Europa muss angesichts dieser Katastrophen und der steigenden Anzahl Katastrophen mehr sein als ein Binnenmarkt für Waren. Europa muss ein Binnenmarkt für gelebte Solidarität sein. Die Opfer in Valencia verdienen das. 3-0352-0000”
“Frau Präsidentin, sehr geehrte Frau Kommissarin! Insgesamt 500 Tote haben wir in den letzten fünf Jahren durch Hochwasser in Europa zu beklagen – unter anderem und nicht zuletzt in Valencia. Die Natur schlägt unerbittlich zu. Sie reißt Menschen in den Tod und verwüstet ganze Landstriche. Die Flut vernichtet unzählige Lebensräume und damit zahllose Lebensträume. Alle Experten sind sich einig: Der Anstieg dieser desaströsen Naturkatastrophen ist in Zukunft nicht linear, sondern exponentiell. Katastrophen sind daher nicht nur eine nationale oder regionale Angelegenheit, sondern mittlerweile und aufgrund der Zahlen immer öfter eine europäische Angelegenheit. Das gilt für die Information, dass etwas geschehen kann, das gilt für die Koordination, wenn etwas geschieht, und das gilt bei der Hilfe für den resilienten Wiederaufbau.”
“Ein konkretes Beispiel: Während die belgischen Feuerwehrleute DSP-Kupplungen des Guillemin-Systems verwenden, ist in Deutschland und in den Niederlanden das sogenannte Storz-System Standard, und das sind direkte Nachbarländer. Das führt dazu, dass bei gemeinsamen Einsätzen wertvolle Zeit verloren geht, und das kann Leben kosten. Schlussfolgerung: Katastrophenschutz muss europäischer gedacht werden als je zuvor. Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten! 2-0248-0000”
“Sehr geehrter Herr Präsident, sehr geehrte Frau Kommissarin, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! Wir debattieren jedes Jahr immer wieder über Waldbrände. Lasst uns vielleicht auch über diejenigen reden, die diese Waldbrände löschen: unsere Feuerwehrleute, insbesondere die vielen Freiwilligen. Sie verdienen nicht nur unseren Respekt, sondern auch konkrete Unterstützung. Sie brauchen Strategien, die sich in der Praxis umsetzen lassen, die ihnen den Einsatz erleichtern und nicht erschweren. Zwei Punkte, auf die ich hinweisen möchte: Das eine ist das Sozialstatut der vielen freiwilligen Feuerwehrleute; es darf kein Hindernis sein. Wer freiwillig unser Leben schützt, darf dadurch aufgrund der Regeln der Sozialversicherung keine finanziellen Nachteile haben. Zweiter Punkt – ein schwieriges Wort: Löschschlauchkupplungen.”
“Wir, die EU, haben exzellente Forschungseinrichtungen und die klügsten Köpfe der Welt, hochqualifizierte Arbeitskräfte und mit ITER im südfranzösischen Cadarache das größte experimentelle Fusionsprojekt der Erde. Fusionsenergie kann – und in meinen Augen wird – eine Schlüsseltechnologie werden. Wir müssen jetzt handeln, sonst spielt die Musik woanders. 1-0212-0000”
“Wir sollten und müssen ähnlich wie bei Batterie und Wasserstoff eine europäische Fusionsstrategie entwickeln und schnellstmöglich einen eigenen Rechtsrahmen schaffen, der klar von der Kernspaltung getrennt sein muss. Die Fusionsenergie birgt nämlich nicht die gleichen Risiken wie ein Kernreaktor. Ergo sollte die Fusion in einem ihr angepassten Risikorahmen geregelt werden. So produzieren Fusionsanlagen praktisch kaum Atommüll. Ihre Risiken für die öffentliche Sicherheit und die Umwelt sind viel geringer als die der Kernspaltung. Die Fusionsbranche braucht sehr dringend Rechtssicherheit, also einen Rechtsrahmen, mit dem die Entwickler und Investoren in den nächsten Jahren arbeiten können und der den Zugang zu Finanzmitteln erleichtert. Werte Kolleginnen und Kollegen, die USA und Großbritannien haben genau das gerade getan.”
“Frau Präsidentin, sehr geehrter Herr Kommissar, werte Kolleginnen und Kollegen! Wenn ein Deuterium‑ und ein Tritium‑Wasserstoffisotop im Plasmazustand bei extrem hoher Temperatur verschmelzen, entsteht Energie. Ob aus dieser Energie dann Elektrizität auf industriellem Niveau entstehen kann, ist vielleicht eine der interessantesten Fragen unserer Zeit. Fusionsenergie kann eine vielversprechende Rolle zur Bekämpfung des Klimawandels und in unserer Energiesouveränität spielen. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass diese höchst komplexe Technik noch nicht ausgereift ist. Ob und wann ein erster funktionierender Fusionsreaktor entsteht, steht nicht fest. Die Frage lautet daher: Sollte man diese Technologie, die saubere und ungefährliche Energie produzieren könnte, unterstützen oder nicht? Und falls ja, wie? Meine Antwort ist ganz klar: Ja!”