Lena Schilling
Member of the European Parliament · ALE · AT
“Frau Präsidentin! Ach, liebe Kolleginnen und Kollegen, ist es nicht großartig, dass immer wieder rechte Fraktionen vorschlagen, über das Klima zu debattieren, und sich dann überlegen: Hm, eigentlich haben wir dazu gar nicht so viel zu sagen.”
“Dann stellen sich auch meine konservativen Kollegen hierher und sagen: Na ja, aber so ein bisschen Flexibilität muss doch noch sein. Wie flexibel wollen Sie noch mit unserer Zukunft umgehen? Wie flexibel glauben Sie, dass planetare Grenzen eigentlich sind – und ob Sie Seilhüpfen können mit denen? Das wird nicht funktionieren.”
“Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte heute für die Stimmen sprechen, die wir nicht mehr hören können. Stimmen von jungen Menschen, deren Leben nicht auf Schulhöfen, sondern in Kommentarspalten zerbrochen ist. Und es ist total schön, dass wir eine weitere Debatte darüber führen, wie wir das lösen können.”
“Alles in allem sind es aber junge Menschen in ganz Europa, die auf Sie zählen, die sich wünschen, dass Sie endlich die Verantwortung übernehmen, die Sie ihnen schulden. Es gab viele Menschen, die sich hingestellt und gesagt haben: Wir schulden das unseren Kindern. Das schulden wir ihnen wirklich.”
“Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, ich möchte Sie etwas fragen: Wie viele Debatten über Krisenvorsorge wollen wir eigentlich noch führen, während die Klimakrise eskaliert? Dieses Jahr hat für Tausende Menschen in Südeuropa mit einer Umweltkatastrophe begonnen, mit einem Schicksalsschlag.”
“(Die Rednerin ist damit einverstanden, auf eine Frage nach dem Verfahren der „blauen Karte“ zu antworten.) 2-0060-0000 Lukas Sieper (NI), Frage nach dem Verfahren der „blauen Karte“. – Ich denke, es ist ja auch ein bisschen eine Generationenfrage, diese ganze Geschichte.”
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“Dann stellen sich auch meine konservativen Kollegen hierher und sagen: Na ja, aber so ein bisschen Flexibilität muss doch noch sein. Wie flexibel wollen Sie noch mit unserer Zukunft umgehen? Wie flexibel glauben Sie, dass planetare Grenzen eigentlich sind – und ob Sie Seilhüpfen können mit denen? Das wird nicht funktionieren. Wir brauchen einen starken ETS. Wir brauchen einen ordentlichen Klimaschutz. Und wir brauchen endlich eine vertrauenswürdige EVP, mit der man zusammenarbeiten kann. 3-0198-0000”
“Frau Präsidentin! Ach, liebe Kolleginnen und Kollegen, ist es nicht großartig, dass immer wieder rechte Fraktionen vorschlagen, über das Klima zu debattieren, und sich dann überlegen: Hm, eigentlich haben wir dazu gar nicht so viel zu sagen. Vielleicht sollte Herr Procaccini das nächste Mal die speaking notes vom Eni-CEO mitnehmen, der gibt ihm sicher spannende. Ich glaube, wenn wir heute hier stehen und über die Klimakrise reden, dann sollten wir uns vielleicht daran erinnern, dass wir so viele Debatten in diesem Haus hatten, wo wir über Fluten geredet haben, über Menschen, die ihr Leben wegen der Klimakrise schon verloren haben. Und dann? Dann wollen wir eines der wirkvollsten Instrumente, um diese Krise zu bekämpfen, aufweichen.”
“Alles in allem sind es aber junge Menschen in ganz Europa, die auf Sie zählen, die sich wünschen, dass Sie endlich die Verantwortung übernehmen, die Sie ihnen schulden. Es gab viele Menschen, die sich hingestellt und gesagt haben: Wir schulden das unseren Kindern. Das schulden wir ihnen wirklich. Stattdessen hat gerade in Österreich die Volkspartei beschlossen, die einzigen NGOs, die genau dafür da sind, dann die Betroffenen, die Kinder zu unterstützen, zu schwächen und Budgets zu kürzen. Übernehmen Sie endlich Ihre Verantwortung und hören Sie die Stimmen von den Kindern, die nicht mehr sprechen können. 3-0316-0000”
“Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte heute für die Stimmen sprechen, die wir nicht mehr hören können. Stimmen von jungen Menschen, deren Leben nicht auf Schulhöfen, sondern in Kommentarspalten zerbrochen ist. Und es ist total schön, dass wir eine weitere Debatte darüber führen, wie wir das lösen können. Liebe Europäische Volkspartei, Ihr habt aber die Macht, die Leben von diesen Menschen zu verändern. Wenn wir uns heute hierher stellen und danach alle diesen Raum verlassen, haben wir alle gesagt, wie wichtig uns das ist. Verändert haben wir nichts. Und wir haben die Tools in der Hand. Sie haben die Werkzeuge in der Hand. Gestern bei einem Trilog und in Zukunft bei ganz vielen anderen Fragen, wie zum Beispiel beim Gesetz über digitale Märkte.”
“Wenn wir verstehen, dass wir über die Lebensrealität von unseren Kindern verhandeln, über die Lebensgrundlage, die wir unseren Kindern hinterlassen, wenn wir darüber diskutieren, dass es ja um etwas ganz Materielles geht, nämlich was wir mit dieser Welt tun, was wir unseren Kindern so erzählen können, dann ist es ganz klar, was wir tun müssen. Und mit Verlaub, das steht in jedem Kinderbuch, das wir unseren Kindern vorlesen: Wir müssen die Natur respektieren. Wir haben Respekt voreinander. Und vielleicht sollten wir das auch ernst nehmen und unseren Kindern gegenüber auch einhalten. 2-0062-0000”
“(Die Rednerin ist damit einverstanden, auf eine Frage nach dem Verfahren der „blauen Karte“ zu antworten.) 2-0060-0000 Lukas Sieper (NI), Frage nach dem Verfahren der „blauen Karte“. – Ich denke, es ist ja auch ein bisschen eine Generationenfrage, diese ganze Geschichte. Gerade wenn man sich unsere Generation anguckt, hat man das Gefühl, dass das Verständnis für die Opfer, die zum Aufhalten der Klimakrise gebracht werden müssen, etwas größer ist. Was glauben Sie denn, Frau Kollegin, wie wir vielleicht den erfahreneren Politikerinnen und Politikern, Kolleginnen und Kollegen die Notwendigkeit eines stärkeren Klimaschutzes besser näherbringen können? 2-0061-0000 Lena Schilling (Verts/ALE), Antwort auf eine Frage nach dem Verfahren der „blauen Karte“. – Danke für die Frage. Ich glaube, es braucht am Ende des Tages nur Empathie.”
“Mut, die Ursachen zu bekämpfen und nicht nur zu versuchen, das Problem mit Geld zu bewerfen und die Symptome zu bekämpfen. Es geht hier um Menschenleben. Um Familien, die ihr Zuhause verlieren, durch Fluten und Brände. Wir vergessen das manchmal, wenn wir hier stehen. Wir vergessen manchmal, dass wir über die Lebensrealität von Menschen verhandeln. Und ja, ich finde es zynisch, hier zu stehen und darüber zu reden, wie wir Vorsorge leisten können, wenn wir drei Tage später das Verbrenner-Aus verschieben wollen. Die Klimakrise und ihre Folgen sind kein Schicksal. Sie sind das Ergebnis von politischen Entscheidungen, und Sie alle hier tragen eine Verantwortung dafür.”
“Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, ich möchte Sie etwas fragen: Wie viele Debatten über Krisenvorsorge wollen wir eigentlich noch führen, während die Klimakrise eskaliert? Dieses Jahr hat für Tausende Menschen in Südeuropa mit einer Umweltkatastrophe begonnen, mit einem Schicksalsschlag. Nur, dass es nicht nur Schicksal war. Es sind Bilder, die wir in ganz Europa gesehen haben. Es sind Debatten, die wir schon ganz oft geführt haben. Und trotzdem stehen wir heute wieder hier und diskutieren darüber, wie hoch Dämme sein müssen, weil: Das nächste Jahrhunderthochwasser, die nächste Naturkatastrophe, die kommt bestimmt. Und ja, wir müssen darüber diskutieren. Wir brauchen Vorsorge, wir brauchen Geld. Wir brauchen auch die Ressourcen, und wir brauchen Pläne. Danke dafür! Aber wir brauchen auch was Zweites, und das ist Mut.”
“If fossil autocracies are becoming louder, bolder and more coordinated than ever, we have to do the same. We have to be prepared. We have to be stronger and more united. There cannot be any mistakes by anyone at this point. The democratic forces of this world need to stand together more than ever. Our children can't afford to lose that fight. So if I ask you today, 'Is COP broken? Are climate conferences working?', the only answer to that can be that we have to fix them. We have to keep fighting. As Ursula von der Leyen once said, we owe it to our children. 4-0075-0000”
“Mr President, dear Commissioner, colleagues, here we are again having yet another debate about the lack of climate ambition – the climate ambition we would need so desperately. And yes, there were small steps forward, but it is far from any 1.5‑degree path. We are standing here with a lukewarm result 10 years after the Paris Agreement; after floods destroyed the homes and the lives of people, also in Europe; after wildfires; after droughts; after heatwaves that really and severely endangered European citizens. Dear colleagues, it would be very easy to get cynical now, to declare here the failure of COP30 and the failure of climate ambition in this world. But you know what? I refuse to do that. We cannot afford to lose hope. We cannot afford to bail any step down.”
“Madam President, dear colleagues, there are two sides in this Parliament: those who work for Europe, for democracy, for transparency, and those who hide behind secret roads and a lack of transparency. To those colleagues: you are not even brave enough to show what you stand for. We in this House are elected to represent European citizens who have a right to know what we are doing and where we stand. Citizens demand transparency and we owe it to them. Your game of hide and seek, when it comes to decisions about the future of Europe, is unacceptable. 2-0111-0000”
“But it's also clear what we need to do for our climate targets. And I'm standing here as a person who marched with thousands – thousands and even millions around the world – of young people demanding climate ambition. My generation doesn't need any excuses. We need courage. We need truth. We need us to fucking act. 3-0422-0000”
“Madam President, dear colleagues, once upon a time, we had climate ambition. But it's not 'once upon a time': ten years ago, the leaders promised with the Paris Agreement to care about the future of the next generations, the future of the children of Europe. And today, we are having this debate. We know the forests are on fire, harvests are failing, and people are dying of heat in our cities. And we in this House, what are we doing? Are we showing this leadership that we like to talk about? I would say no. We are standing there with empty hands, with nothing more than a letter of intent for our own climate targets. We don't have a 2040 target in place, and it would be so clear. It would be so clear – the science is clear, what we need to do. There is a letter signed by 2 000 scientists saying that we need 90 % decarbonisation in 2040.”
“Das kann nicht das Ende sein, zu betrauern, dass Menschen gestorben sind, und das tue ich. Sondern das muss der Anfang davon sein, dass wir als EU ein ganz, ganz, ganz klares Zeichen setzen. Und vor allem, dass wir in keinem Fall uns mit Regimen wie dem Regime der Taliban treffen. Nicht in Österreich und auch sonst nirgendwo. Das muss hier und jetzt klargemacht werden. 2-0444-0000”
“Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen! Ein Erdbeben: tausende Menschen, die gestorben sind und verletzt wurden – Töchter, Mütter, Väter, Brüder –, zerstörte Häuser. Eine Katastrophe in der Krise, in der Krise von einem Regime, das Frauen und Mädchen unterdrückt. Und so wie in jeder Krise sehen wir eine Sache: Es passiert immer wieder – Frauen und Mädchen, die unterdrückt werden. Wenn so was passiert, sind sie die Hauptbetroffenen. Es gibt keine gescheite medizinische Versorgung, es gibt niemanden, der sich ordentlich um sie kümmert. Und vor allem gibt es keine Hilfe. Und hier und jetzt müssen wir aus dieser Debatte rausgehen und das tun, was notwendig ist, nämlich endlich auch Verantwortung übernehmen für diese Mädchen und jungen Frauen und Frauen, die hier unterdrückt werden.”
“Das bedeutet zum Beispiel, dass wir heute schon sagen können: Wenn wir die 1,5 Grad nicht erreichen und weit darüber hinausgehen, dann werden wir mehr Naturkatastrophen sehen, dann werden wir mehr zerstörte Häuser sehen, und es werden mehr Menschen betroffen sein. Sie haben gesagt: die Kinder. Die Kinder sind eine vulnerable Gruppe, gerade in Zeiten von Krisen, auch von Naturkatastrophen. Also lassen Sie uns das als Ansporn nehmen, einerseits an einer Strategie für heute zu arbeiten, aber auch für eine Strategie für morgen. 2-0345-0000”
“Frau Präsidentin, liebe Frau Kommissarin, liebe Kolleginnen, liebe Kollegen! Wenn ich heute hier stehe, dann denke ich an die Bilder von weggeschwemmten Dörfern, von überschwemmten Häusern und von zerstörten Existenzen. Und ja, deswegen ist es genau der richtige Moment, um über diese Strategie zu reden, über eine Strategie, wie wir gemeinsam in Europa diese Krisen angehen, weil ja, Naturkatastrophen machen keinen Halt an nationalstaatlichen Grenzen. Und gleichzeitig bedeutet doch vorbereitet sein, auch Risiken abzuschätzen. Es gibt Dinge, die wir verhindern können. Das ist zum Beispiel, die schlimmsten Auswüchse der Klimakrise zu bekämpfen.”
“Heute ist vielleicht der zweitbeste Moment, das zu tun und nicht mehr einzuknicken. Weil es geopolitisch richtig ist, weil es klimapolitisch richtig ist und weil es die einzige Entscheidung ist, die wir treffen können, wenn wir an eine europäische, gemeinsame, starke, solidarische Zukunft glauben. 3-0460-0000”
“Herr Präsident, liebe Kolleginnen und Kollegen! Zuerst möchte ich uns alle beglückwünschen, dass (Ton aus) dieses Parlament verlässt. Und nun zur Sache. Ja, wir diskutieren zu Recht über unsere Sicherheit. Wir diskutieren zu Recht darüber, wie wir die Ukraine unterstützen, und zu Recht über Sanktionen gegen Russland – aber dann müssen wir schon auch konsequent sein. Und konsequent sein heißt, uns nicht mehr wirtschaftlich abhängig zu machen von Russland, von Putin und auch nicht von Gas- und Ölexporten von anderen Autokraten; dann müssen wir konsequent sein und drei Jahre nach Putins brutalem Angriffskrieg feststellen, dass wir vielleicht ein bisschen spät dran sind. Vorgestern wäre der beste Moment gewesen, um aus Fossilen auszusteigen und diese Abhängigkeit zu beenden. Aber heute?”
“Ich glaube im Ersten, dass wir glaubwürdig bleiben, dass dieser Zickzack-Kurs aufhören muss, dass wir nicht das eine Mal was versprechen können und am nächsten Tag alles zerlegen können, sondern dass die Dinge, die wir hier verhandeln, die wir hier beschließen, die ja in einem langen Prozess entstehen, dass die am Ende des Tages auch halten, denn sonst kann sich wirklich niemand mehr darauf verlassen. Das Pariser Abkommen ist eine Verpflichtung, nichts, das wir freiwillig tun. Die Frage, wie wir über unsere Zukunft sprechen, die müssen wir sowieso führen. Wir können nicht nur jedes Mal Klimakrise sagen, wenn es um eine Flut geht, sondern wir müssen endlich langfristig denken: Das schulden wir den Bürgerinnen und Bürgern und vor allem den jungen Menschen in Europa. 2-0496-0000”
“Ich frage mich, oder ich möchte Sie fragen: Wie genau können wir verhindern, dass wir in fünf Jahren wieder hier stehen und genau so, wie wir jetzt hier den Green Deal leider Gottes ein bisschen zerlegt haben für diesen Clean Industrial Deal, diesen Clean Industrial Deal dann wieder zerlegen, und dann ist es am Ende doch nur ein Industrial Deal und das Klima geht vor die Hunde? Wie können wir langfristig sicherstellen, dass wir unsere Klimaziele nicht noch weiter aufweichen müssen in der Zukunft? 2-0495-0000 Lena Schilling (Verts/ALE), Antwort auf eine Frage nach dem Verfahren der „blauen Karte“. – Das ist eine gute Frage.”
“Wir können daran arbeiten, dass Menschen morgens in die Arbeit gehen und keine Angst davor haben, dass ihr Job auf einen anderen Kontinent verlegt wird, weil sie spüren, ja, dieser Wandel kommt, diese Transformation kommt. Aber wir nehmen alle Menschen mit, wir machen das gemeinsam, und dafür müssen wir Außergewöhnliches leisten – aber ich glaube, das können wir auch. (Die Rednerin ist damit einverstanden, auf eine Frage nach dem Verfahren der „blauen Karte“ zu antworten.) 2-0494-0000 Lukas Sieper (NI), Frage nach dem Verfahren der „blauen Karte“. – Vielen Dank, Frau Kollegin! Ich kann Ihnen nur zustimmen, dass wir die Leute mitnehmen müssen, dass wir mutig sein müssen.”
“Frau Präsidentin, liebe Kolleginnen und Kollegen! Dieser Clean Industrial Deal muss ein Versprechen sein: ein Versprechen in die Zukunft. Ein Versprechen, dass wir die Transformation der Wirtschaft in der Industrie gemeinsam mit Klimaschutz denken, dass wir anerkennen, dass es planetare Grenzen gibt. Und ein Versprechen, dass wir aufhören zu fragen, ob Green Deal oder competitiveness. Die Wahrheit ist: Wir brauchen beides, und daran können und müssen wir arbeiten. Dafür braucht es commitment und Mut. Wir brauchen ein Klimaziel 2040, wo es zumindest um 90 % Reduktion von Treibhausgasemissionen geht. Wir können an einem Europa bauen, wo niemand zurückgelassen wird, wo Menschen in einem warmen Zuhause aufwachen, weil es nicht mehr beheizt ist durch teure fossile Brennstoffe, sondern durch bezahlbare, saubere Energie.”
“This is something we owe our children today and every day, and we should have these debates in this House thinking about what's at stake right now, looking at the floods and the pictures not just when it happens, but always. 3-0379-0000”
“Madam President, dear colleagues, I am honestly sick and tired of discussing old white men destroying our future. In times where nature catastrophes, wildfires and droughts destroy the livelihoods of hundreds of thousands of people, still denying the climate crisis is just irresponsible and not forgivable. Young people all around the world rightfully demanded a liveable future, and we do that right now. Today, I stand here and demand from the European Union: we cannot give up this fight. The Paris Agreement is an obligation, and it's our responsibility. Ursula von der Leyen said we owe it to our children, and therefore we need to stick to the Green Deal, we need to phase out fossil fuels and decrease the emissions at least 90 % in 2040. We need to keep our promises.”
“Und gerade aus der Zivilgesellschaft kommend, muss ich Ihnen schon sagen: Sie wissen, wie viel gute Arbeit Menschen in der Zivilgesellschaft machen, wie wertvoll die ist, und ich würde mir das noch einmal genau überlegen. 3-0391-0000”
“Abgeordnete zu beeinflussen, das kritisieren wir. 3-0390-0000 Lena Schilling (Verts/ALE), Antwort auf eine Frage nach dem Verfahren der „blauen Karte“. – Dass ausgerechnet Sie, Herr Bernhuber, sich jetzt für Renaturierung einsetzen, finde ich ganz großartig, muss ich sagen. Natürlich geht es darum, dass wir mit NGOs und Zivilgesellschaft zusammenarbeiten. Und das bedeutet aber auch, dass wir uns nicht beeinflussen lassen, sondern ich gehe einmal davon aus, dass wir – alle Abgeordneten hier im Haus – damit umgehen können, dass wir uns mit verschiedenen Leuten treffen, unterhalten, unsere Meinung bilden. Dafür werden wir hier bezahlt, dafür sind wir auch gewählt und vor allem dafür, dass wir unsere Rechte hier vertreten.”
“We are talking about 0.006 % of the EU budget a tiny bit, but it makes a difference between democracies and corporate greed. Commissioner, I thought the Commission's guidelines say to step up and use engagement with civil society, not to step down. Please do that. (The speaker agreed to take a blue-card question) 3-0389-0000 Alexander Bernhuber (PPE), Frage nach dem Verfahren der „blauen Karte“. – Also Sie halten es für unbedenklich, dass Millionen Steuergelder, die eigentlich für Naturschutz vorgesehen sind vor Ort, verwendet werden, um Gehälter von irgendwelchen Menschen zu bezahlen hier in Brüssel, die dann Lobbying betreiben gegen uns Abgeordnete, die Massenmails abschicken, die irgendwelche Demonstrationen betreiben, anstelle wirklich LIFE-Mittel einzusetzen, um Flüsse zu renaturieren und Bäume zu pflanzen?”
“Madam President, dear colleagues, what just happened here? We have seen NGOs being attacked, such ones that work for women's health and abortion rights as an example, just a few minutes ago. We are seeing multinational corporations with very strong interests spending hundreds of millions of euros lobbying, and the voices of civil society and NGOs are being questioned in this debate. And this is happening at a time when our democracy, our human rights and the future of our planet are already under attack from all different sides. These brave voices in the civil society, environmental activists, human rights defenders, NGOs fight also for us, for our rights. And it's almost a joke that we are having this debate today where we have so many real problems and struggles.”