Christine Singer
Member of the European Parliament · Renew · DE
“Es ist den europäischen Landwirten auch nicht zu erklären, dass sie immer höhere Anforderungen erfüllen müssen, während gleichzeitig Handelsabkommen wie Mercosur vorläufig in Kraft treten und schon nach zwei Wochen Fragen zur Einhaltung zentraler Produktionsstandards in Brasilien im Raum stehen.”
“Frau Präsidentin! Herr Kommissar! Gunststandorte in Europa bedeuten auch Verantwortung für unsere Ernährungssouveränität. Regionen mit fruchtbaren Böden, ausreichenden Niederschlägen und mit hoher Ertragsfähigkeit müssen wir verantwortungsvoll für die Lebensmittelproduktion nutzen.”
“Herr Präsident, Herr Kommissar! Auf unserem Hof wird demnächst die nächste Generation übernehmen: unsere Tochter. Und deshalb geht es bei diesem Bericht nicht um abstrakte Politik, sondern es geht um die Zukunft. Die Tierhaltung ist für mich kein Problem, das wir wegdiskutieren müssen.”
“Aber vor allem sendet der Bericht eine Botschaft an die Tierhalter in Europa, nämlich: Ihr werdet gebraucht, Ihr habt Zukunft. Jetzt erwarten wir, dass die Kommission mit ihrer angekündigten Tierhaltungsstrategie im Juli diesem Beispiel folgt.”
“Frau Präsidentin, Herr Kommissar, liebe Kolleginnen und Kollegen! Mein herzlicher Dank gilt allen, die dieses wichtige Thema der Lohn‑ und Rentenlücke in Europa stärker ins Bewusstsein rücken.”
“Diese unbezahlte Arbeit ist keine Selbstverständlichkeit, denn sie trägt unsere Gesellschaft. Gerade deshalb müssen wir diese Leistung stärker sichtbar machen. Wir müssen sie auch wirtschaftlich stärker anerkennen.”
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“Es ist den europäischen Landwirten auch nicht zu erklären, dass sie immer höhere Anforderungen erfüllen müssen, während gleichzeitig Handelsabkommen wie Mercosur vorläufig in Kraft treten und schon nach zwei Wochen Fragen zur Einhaltung zentraler Produktionsstandards in Brasilien im Raum stehen. Genau deshalb müssen wir die europäische Landwirtschaft stärken, etwa durch wettbewerbsfähige Energiepreise und die gezielte Nutzung verfügbarer Gasmengen für die heimische Düngemittelproduktion und für den Erhalt sowie den Ausbau europäischer Produktionskapazitäten. Denn die Versorgungssicherheit Europas beginnt mit unseren heimischen Landwirten. 2-0273-0000”
“Frau Präsidentin! Herr Kommissar! Gunststandorte in Europa bedeuten auch Verantwortung für unsere Ernährungssouveränität. Regionen mit fruchtbaren Böden, ausreichenden Niederschlägen und mit hoher Ertragsfähigkeit müssen wir verantwortungsvoll für die Lebensmittelproduktion nutzen. Uns muss klar sein: Wenn wir keine tragfähige Lösung für die massiv gestiegenen Düngemittelpreise finden, werden Lebensmittel aus der EU deutlich teurer werden. Gerade in geopolitisch unsicheren Zeiten ist eine eigene gesicherte Lebensmittelversorgung von strategischer Bedeutung.”
“Aber vor allem sendet der Bericht eine Botschaft an die Tierhalter in Europa, nämlich: Ihr werdet gebraucht, Ihr habt Zukunft. Jetzt erwarten wir, dass die Kommission mit ihrer angekündigten Tierhaltungsstrategie im Juli diesem Beispiel folgt. Ich werde diesem Bericht zustimmen – für unsere Zukunft und für die Zukunft meiner Tochter und die Zukunft der Landwirtschaft. 4-0057-0000”
“Herr Präsident, Herr Kommissar! Auf unserem Hof wird demnächst die nächste Generation übernehmen: unsere Tochter. Und deshalb geht es bei diesem Bericht nicht um abstrakte Politik, sondern es geht um die Zukunft. Die Tierhaltung ist für mich kein Problem, das wir wegdiskutieren müssen. Sie ist Teil der Zukunft Europas – für unsere Ernährungssicherheit, für funktionierende Kreisläufe und für lebendige ländliche Räume. Was wir jetzt brauchen, ist Verlässlichkeit für Betriebe, die investieren, und für junge Menschen, die Verantwortung übernehmen wollen. Dieser Bericht setzt hier wichtige Signale: Mehr Prävention bei Tierseuchen, bessere Versorgung mit Impfstoffen, mehr Unterstützung durch Wissenschaft und Forschung und mehr Transparenz durch klare Herkunftskennzeichnung.”
“Diese unbezahlte Arbeit ist keine Selbstverständlichkeit, denn sie trägt unsere Gesellschaft. Gerade deshalb müssen wir diese Leistung stärker sichtbar machen. Wir müssen sie auch wirtschaftlich stärker anerkennen. Für mich geht es bei diesem Bericht vor allem auch um Respekt – Respekt vor der Arbeit vieler Frauen und vor ihrem Beitrag für unsere Gesellschaft. 1-0172-0000”
“Frau Präsidentin, Herr Kommissar, liebe Kolleginnen und Kollegen! Mein herzlicher Dank gilt allen, die dieses wichtige Thema der Lohn‑ und Rentenlücke in Europa stärker ins Bewusstsein rücken. Als Gleichstellungsbeauftragte im Agrarausschuss und als Landesbäuerin und ganz besonders auch als Frau und Mutter liegt mir dieses Thema sehr am Herzen. Denn hinter der Lohn‑ und Rentenlücke stehen nicht nur Zahlen. Dahinter stehen Lebensrealitäten vieler Frauen in Europa, besonders auch auf dem Land. Ich sehe jeden Tag, wie Frauen in unseren Regionen Verantwortungen übernehmen – von der Bäuerin bis zur Bäckerin, von der Unternehmerin bis zur Pflegekraft. Neben dem Einsatz im Berufsleben kümmern sie sich ganz selbstverständlich um ihre Familien. Sie unterstützen Angehörige, und sie engagieren sich oft ehrenamtlich.”
“Was wir brauchen, ist eine enge Zusammenarbeit zwischen der ECHA, die auf wissenschaftlicher Grundlage arbeitet, und den Praktikerinnen und Praktikern, die die Abläufe in der Praxis kennen. Nur so entsteht eine Regulierung mit Augenmaß. Vertrauen in unsere Arbeit, das ist das wertvollste Gut, und da sollten wir unsere Bürger nicht enttäuschen. 1-0075-0000”
“Herr Präsident, Frau Kommissarin, liebe Kolleginnen und Kollegen! Die Europäische Chemikalienagentur leistet wertvolle Arbeit. Ihre Bewertungen sind eine solide Grundlage für politische Entscheidungen. Doch die Verantwortung liegt bei der Kommission. Und genau hier sehe ich ein Problem. Die heutigen Berichte zur gemeinsamen Datenplattform für Chemikalien und zur Neuaufteilung wissenschaftlicher Aufgaben zwischen den EU-Agenturen zeigen, wie wichtig, aber auch wie sensibel Regulierungen in diesem Bereich sind. Ich beschäftige mich intensiv mit Stoffen wie Ethanol und Kalkstickstoff. Und wenn die Kommission tatsächlich erwägt, Alkohol als Desinfektionsmittel oder Kalkstickstoff als Düngemittel zu verbieten, geht sie eindeutig zu weit. Das wäre Überregulierung mit Folgen für Medizin, für Landwirtschaft und für Forschung.”
“Klimapolitik darf nicht ideologisch sein – sie muss realistische Lösungen liefern; nur so bleiben wir glaubwürdig. Genau dieses Signal muss dieses Parlament jetzt aussenden – hier in Europa und international vor der COP 30. 4-0078-0000”
“Herr Präsident, Herr Kommissar, Kolleginnen und Kollegen! Die Rekord-Hitzewellen dieses Sommers zeigen uns unmissverständlich: Wir müssen handeln – beim Klimaschutz wie auch zum Schutz unserer Bürgerinnen und Bürger. Das 2040-Ziel von minus 90 % Emissionen ist ambitioniert, aber es ist notwendig. Entscheidend ist, dass wir es pragmatisch und umsetzbar gestalten. Wir müssen die Bürger mitnehmen; Investitionen in erneuerbare Energien, Kühlung und Isolierung müssen leistbar sein. Und es braucht einen klaren Rahmen für Industrie und für Regionen. Wichtig ist, dass Arbeitsplätze und Wettbewerbsfähigkeit gesichert bleiben. Gleichzeitig brauchen wir Anpassungen: grünere Städte, Wohnungen mit Hitzeschutz, Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen, die auf Extremsommer vorbereitet sind.”
“Więc jak Pani chce zachować rolnictwo w Europie, jeżeli Europa zostanie zalana tanimi produktami z Ukrainy i tanimi produktami z Ameryki Południowej? Przecież polityka Pani kraju doprowadzi do zniszczenia rolnictwa w Unii Europejskiej. 4-0044-0000 Christine Singer (Renew), Antwort auf eine Frage nach dem Verfahren der „blauen Karte“. – Ich repräsentiere die Bäuerinnen und Bauern in unserem Land, die sich sehr für gleiche Standards einsetzen. Und die Bäuerinnen und Bauern in unserem Land kämpfen dafür, dass unsere Standards anerkannt werden. Und dazu sind wir auch im intensiven Austausch mit unserem Kommissar. Ist das so in Ordnung? 4-0045-0000”
“Und doch fallen viele dieser Standorte durch das Förderraster – das darf so nicht bleiben. Wenn wir die GAP nach 2027 nicht richtig steuern, verlieren wir genau jene Betriebe, die unsere Landwirtschaft stabil und vielfältig machen. Und wer unsere bäuerlichen Strukturen verliert, verliert mehr als nur Lebensmittel: Er verliert Rückhalt, Resilienz und Realitätssinn. (Die Rednerin ist damit einverstanden, auf eine Frage nach dem Verfahren der „blauen Karte“ zu antworten.) 4-0043-0000 Arkadiusz Mularczyk (ECR), pytanie zadane przez podniesienie niebieskiej kartki. – Pani Poseł! Zwracam się do Pani jako przedstawicielki kraju, który forsuje umowę Mercosur – sprowadzanie taniej żywności z czterech krajów Ameryki Południowej. Pani reprezentuje kraj, który forsuje umowę o wolnym handlu z Ukrainą.”
“Frau Präsidentin, Herr Kommissar! Die nächste Gemeinsame Agrarpolitik muss eines leisten: die Vielfalt unserer Betriebe erhalten. Europas Stärke liegt in seinen unterschiedlichen Regionen, und genau dort, auf unseren Höfen, entsteht Ernährungssicherheit – Tag für Tag und Generation für Generation. Ernährungssicherheit bedeutet Unabhängigkeit – Punkt. Und wenn wir das ernst meinen, dürfen wir keine Region, keinen Betrieb und keinen Standort aufgeben – vom Ackerbau bis zum Grünland und von der Gunstregion bis ins benachteiligte Gebiet. Ein besonderes Augenmerk müssen wir auch auf die Tierhaltung legen. Die Landwirtschaft muss überall möglich bleiben. Gerade Grünlandregionen leisten Enormes für Klima, für Humusaufbau, Biodiversität und für die Eiweißversorgung.”
“Aber was nützen Förderprogramme, wenn Kommunen an komplizierten Antragsverfahren und hohen Eigenmittelanforderungen scheitern? Wir müssen Bürokratie abbauen, Verfahren vereinfachen und die Menschen vor Ort stärker einbinden. So wird Kohäsionspolitik wirklich zum Motor für gleichwertige Lebensverhältnisse in der Stadt und auf dem Land. 1-0174-0000”
“Frau Präsidentin, sehr geehrter Herr Exekutiv-Vizepräsident! Die Kohäsionspolitik ist ein zentrales Instrument, um regionale Unterschiede auszugleichen – auch bei uns in Bayern –, etwa in strukturschwächeren oder benachteiligten ländlichen Gebieten. Gerade dort braucht es gezielte Impulse, damit die Menschen in ihrer Heimat bleiben und die Zukunft gestalten können. Dazu gehören Investitionen in Infrastruktur, medizinische Versorgung, Digitalisierung und Bildung, und zwar dort, wo sie besonders fehlen. Als Abgeordnete vom Land ist es mir ein Herzensanliegen, den ländlichen Raum in seiner ganzen Vielfalt sichtbar zu machen, denn Kohäsionspolitik darf nicht an der Stadtgrenze enden. Wo andere nur Wiesen, Wälder und Dörfer sehen, wird Tag für Tag gesellschaftlicher Zusammenhalt gelebt.”
“Wir brauchen Transparenz in der Kette, Augenmaß bei den Auflagen und vor allem einen starken EU‑Agrarhaushalt. Gemeinsame Agrarpolitik ist kein Auslaufmodell, sondern Grundvoraussetzung für Ernährungssicherheit, Versorgungssicherheit und den sozialen Frieden. Wer hier kürzt, geht ein großes Risiko ein. 3-0327-0000”
“Frau Präsidentin, sehr geehrter Herr Kommissar! Wenn Familien heute an der Supermarktkasse stehen, wird der Einkauf für viele zum Drahtseilakt. Gleichzeitig kämpfen viele unserer Landwirtinnen und Landwirte ums wirtschaftliche Überleben – bei steigenden Produktionskosten, neuen Auflagen und wachsenden Erwartungen aus der Gesellschaft. Diese beiden Realitäten dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Es braucht faire Erzeugerpreise, damit es auch morgen noch bäuerliche Betriebe in Europa gibt. Zugleich müssen Lebensmittel bezahlbar bleiben – für alle. Deshalb müssen wir genauer hinsehen. Wer verdient eigentlich wie viel an einem Liter Milch oder an einem Kilo Brot? Sind die Handelsmargen gerechtfertigt? Marktmacht darf nicht auf Kosten der Landwirtschaft oder der Konsumenten gehen.”