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EUROPEAN PARLIAMENT · SITTING

Evelyn Regner

Member of the European Parliament · S&D · AT

IN THEIR OWN WORDS

Herr Präsident, Frau Exekutiv-Vizepräsidentin! Geringere Einkommen, niedrigere Pensionen und ein anhaltendes geschlechtsspezifisches Lohngefälle: Mit diesen strukturellen Ungleichheiten sind Beschäftigte im Pflegebereich konfrontiert, rund 80‑90 % davon sind Frauen. Und, wie schaut es zu Hause aus?

PLENARY SITTING OF 2026-05-20 · READ THE VERBATIM REPORT

Frau Präsidentin! Immer wieder hören wir: Mensch oder Markt, quality jobs oder Wettbewerbsfähigkeit. Aber das ist nicht Europas Weg! Wir brauchen einen gut funktionierenden, also einen einzigen, nicht zersplitterten Binnenmarkt für die Menschen.

PLENARY SITTING OF 2026-05-20 · READ THE VERBATIM REPORT

Deshalb lehnen wir die falsche Wahl immer wieder zwischen Wettbewerbsfähigkeit auf der einen Seite und Sozialstandards entschieden ab. Denn Europas Stärke war nie ein Wettlauf nach unten, sondern ein Weg nach oben: bessere Qualifikation, Innovation und soziale Sicherheit. 3-0090-0000

PLENARY SITTING OF 2026-05-20 · READ THE VERBATIM REPORT

Herr Präsident, sehr geehrte Frau Kommissarin! Nur ein Ja ist ein Ja, sonst ist es Vergewaltigung – Punkt. Aus. Basta. Es geht immer um dasselbe, um die Selbstbestimmung über den eigenen Körper, und wer das nicht kapiert, ist übergriffig. „Nein“ – das ist nicht ein Wort, es ist Widerstand.

PLENARY SITTING OF 2026-04-27 · READ THE VERBATIM REPORT

Nicht das Nein sollte bewiesen werden müssen, sondern das Ja. Und wenn wir also von Gerechtigkeit sprechen, dann müssen wir die Macht neu verteilen, weg von denen, die sie ausnutzen, Verbrechen begehen, und hin zu denen, die geschützt werden müssen. Und deswegen braucht es eine Reform des Strafrechts in allen EU-Ländern.

PLENARY SITTING OF 2026-04-27 · READ THE VERBATIM REPORT

Frau Präsidentin, sehr geehrte Frau Vizepräsidentin! Armut macht oft einsam. Armut erzeugt Scham bei den Betroffenen – vollkommen ungerechtfertigt. Armut ist ungerecht. Und selbst Arbeit schützt nicht immer vor Armut.

PLENARY SITTING OF 2026-02-11 · READ THE VERBATIM REPORT

The complete record

Every one of 41 lines we hold for Evelyn Regner, in date order, each linked to its source. Free to read, in full, without an account.

  1. Gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit wie jene der Pflegeberufe darf kein Lippenbekenntnis bleiben! Pflege ist keine Privatsache von Frauen; Pflege ist eine gesellschaftliche Verantwortung. 3-0360-0000

    PLENARY SITTING OF 2026-05-20 · READ THE VERBATIM REPORT

  2. Herr Präsident, Frau Exekutiv-Vizepräsidentin! Geringere Einkommen, niedrigere Pensionen und ein anhaltendes geschlechtsspezifisches Lohngefälle: Mit diesen strukturellen Ungleichheiten sind Beschäftigte im Pflegebereich konfrontiert, rund 80‑90 % davon sind Frauen. Und, wie schaut es zu Hause aus? Zu Hause bleibt dann auch die unbezahlte Pflegearbeit wieder mal überwiegend an den Frauen hängen – nach der Arbeit ist vor der Arbeit. Für viele Frauen ist die Freizeit dann nichts anderes als Schichtwechsel. Viele reduzieren deshalb ihre Arbeitszeit und steigen ganz aus dem Beruf aus, um sich eben um kranke Angehörige, um die Kinder zu kümmern. Und die typischen Frauenberufe sind weiterhin chronisch unterbezahlt. Deshalb ist gerade jetzt die gute Umsetzung der Lohntransparenz-Richtlinie bis zum 7. Juni entscheidend.

    PLENARY SITTING OF 2026-05-20 · READ THE VERBATIM REPORT

  3. Deshalb lehnen wir die falsche Wahl immer wieder zwischen Wettbewerbsfähigkeit auf der einen Seite und Sozialstandards entschieden ab. Denn Europas Stärke war nie ein Wettlauf nach unten, sondern ein Weg nach oben: bessere Qualifikation, Innovation und soziale Sicherheit. 3-0090-0000

    PLENARY SITTING OF 2026-05-20 · READ THE VERBATIM REPORT

  4. Frau Präsidentin! Immer wieder hören wir: Mensch oder Markt, quality jobs oder Wettbewerbsfähigkeit. Aber das ist nicht Europas Weg! Wir brauchen einen gut funktionierenden, also einen einzigen, nicht zersplitterten Binnenmarkt für die Menschen. Quality jobs ermöglichen erst, auch eine quality economy, ermöglichen erst Wettbewerbsfähigkeit. Deshalb stellen wir den Menschen in den Mittelpunkt unseres europäischen Wirtschaftsmodells – nicht den billigsten Lohn und nicht den schnellsten Profit, sondern den Menschen. Denn innovative Unternehmen entstehen dort, wo Beschäftigte gerne arbeiten, wo sie gute Bedingungen vorfinden, wo sie Wertschätzung erfahren. Das ermöglicht erst Kreativität für Menschen, um sich entsprechend einbringen zu können und Unternehmen auch zur Wettbewerbsfähigkeit zu verhelfen.

    PLENARY SITTING OF 2026-05-20 · READ THE VERBATIM REPORT

  5. Nicht das Nein sollte bewiesen werden müssen, sondern das Ja. Und wenn wir also von Gerechtigkeit sprechen, dann müssen wir die Macht neu verteilen, weg von denen, die sie ausnutzen, Verbrechen begehen, und hin zu denen, die geschützt werden müssen. Und deswegen braucht es eine Reform des Strafrechts in allen EU-Ländern. Künftig darf nur mehr noch gelten: A yes is a yes – ein Ja ist ein Ja. 1-0141-0000

    PLENARY SITTING OF 2026-04-27 · READ THE VERBATIM REPORT

  6. Herr Präsident, sehr geehrte Frau Kommissarin! Nur ein Ja ist ein Ja, sonst ist es Vergewaltigung – Punkt. Aus. Basta. Es geht immer um dasselbe, um die Selbstbestimmung über den eigenen Körper, und wer das nicht kapiert, ist übergriffig. „Nein“ – das ist nicht ein Wort, es ist Widerstand. Aber es geht nicht nur darum, um das Recht, Nein zu sagen. Es geht darum, Machtverhältnisse zu verändern, denn ein sexueller Übergriff ist immer auch Machtausübung, ist Kontrolle. Eingebettet in einem System, das vor allem Frauen dazu zwingt, sich immer wieder zu rechtfertigen, zu erklären, zu beweisen, dass sie sich gewehrt haben. Aber genau darin liegt auch ein Problem: Warum liegt die Verantwortung immer noch bei denen, die sich wehren müssen? Das ist schlichtweg falsch. Denn die Frage muss lauten: Wo war das Einverständnis?

    PLENARY SITTING OF 2026-04-27 · READ THE VERBATIM REPORT

  7. Im Kern fordern wir deshalb: Hauptunternehmen müssen gesamtschuldnerisch haften, lange Subketten müssen begrenzt werden, Arbeitsvermittlerinnen und ‑vermittler brauchen verbindliche Mindeststandards und Lizenzen, und wir müssen direkte Beschäftigung stärken, statt sie auszulagern. Unser Appell daher an die Kommission ist klar: Gute Arbeit braucht klare Regeln, und sie braucht klare Verantwortliche. 3-0510-0000

    PLENARY SITTING OF 2026-02-11 · READ THE VERBATIM REPORT

  8. Herr Präsident, sehr geehrte Frau Vizepräsidentin der Kommission! In diesen Tagen reden wir viel von Wettbewerbsfähigkeit – dann bitteschön auch von fairem Wettbewerb! Sollten wir nicht unsere Unternehmen, unsere KMUs vor unfairem Wettbewerb durch Sub‑Sub‑Sub‑Vergabe der Konkurrenten besser schützen? Gerade in Hochrisikosektoren wie dem Bau werden Arbeiten systematisch weiter ausgelagert. Die Verantwortung, die wandert die Kette hinunter, und am Ende haftet schließlich niemand für unbezahlte Löhne oder Arbeitsunfälle. Diese Struktur ist kein Zufall; das ist ein bewusst eingesetztes, unfaires Geschäftsmodell, das Steuern sowie Sozialversicherungsbeiträge umgeht. Damit muss Schluss sein!

    PLENARY SITTING OF 2026-02-11 · READ THE VERBATIM REPORT

  9. Wir brauchen europäische Mindeststandards. Dazu gehören auch Mindestsicherung, Arbeitslosenversicherung, faire Löhne und starke Arbeitnehmerrechte, denn wir müssen immer das ganze Bild sehen. 3-0446-0000

    PLENARY SITTING OF 2026-02-11 · READ THE VERBATIM REPORT

  10. Frau Präsidentin, sehr geehrte Frau Vizepräsidentin! Armut macht oft einsam. Armut erzeugt Scham bei den Betroffenen – vollkommen ungerechtfertigt. Armut ist ungerecht. Und selbst Arbeit schützt nicht immer vor Armut. Dabei sind es Millionen working poor, darunter viele Frauen – vor allem alleinerziehende –, die unseren Binnenmarkt am Laufen halten. Uns wird oft verkauft, dass es doch eine große – oft unternehmerische – Freiheit sei, wenn Arbeiter und Arbeiterinnen für mehrere Unternehmen gleichzeitig tätig sein können. Doch in Wahrheit bedeutet das oft nur: kein stabiles Einkommen, keine Planungssicherheit, keine echte soziale Absicherung – Armut. Diese scheinbare Freiheit ist nichts anderes als organisierte Unsicherheit und Ausbeutung. Deshalb muss die künftige Anti‑Armut‑Strategie der Europäischen Union auch verbindlich sein.

    PLENARY SITTING OF 2026-02-11 · READ THE VERBATIM REPORT

  11. Eine unabhängige Europäische Zentralbank ist stark. Eine EZB, die Europa sicher ins digitale Zeitalter führt, ist noch stärker. Und schön, Frau Präsidentin, dass Sie sich immer wieder im Ausschuss und im Plenum diesen Debatten stellen und diesen regen Austausch fördern. 1-0128-0000

    PLENARY SITTING OF 2026-02-09 · READ THE VERBATIM REPORT

  12. Frau Präsidentin, Herr Kommissar! Preisstabilität ist wichtig, sie ist aber kein Selbstzweck. Sie muss den Menschen dienen, sicheren Arbeitsplätzen, stabilen Löhnen, sozialem Zusammenhalt. Die Inflationskrise hat gezeigt, wie verletzlich unsere Wirtschaft und Gesellschaft sind, wenn Energiepreise und globale Schocks außer Kontrolle geraten. Deshalb braucht es eine Geldpolitik, die Stabilität mit gesellschaftlicher Verantwortung verbindet. Der digitale Euro ist dabei eine zentrale Chance für Europa. Er stärkt unsere finanzielle Souveränität im digitalen Zeitalter, gerade vor dem Hintergrund einer sich neu ordnenden internationalen Welt. Entscheidend ist, dass der digitale Euro den Bürgerinnen und Bürgern dient: mit starkem Datenschutz, einfacher Nutzung und als Ergänzung zum Bargeld, nicht als Ersatz.

    PLENARY SITTING OF 2026-02-09 · READ THE VERBATIM REPORT

  13. Das kennen wir schon von früheren Versuchen, und gerade jetzt, mit den geopolitischen und wirtschaftlichen Herausforderungen wäre es fatal, wenn Beschäftigte auf der Strecke bleiben. Und daher, sehr geehrter Herr Kommissar: Der Bericht von Herrn Repasi enthält sehr viel Wertvolles, was wir Ihnen auf den Weg geben möchten und im Kommissionsvorschlag dann auch sehen möchten. 1-0069-0000

    PLENARY SITTING OF 2026-01-19 · READ THE VERBATIM REPORT

  14. Frau Präsidentin, sehr geehrter Herr Kommissar! Demokratie beginnt im Betrieb. Wir wissen schon lange: Mitbestimmung stärkt Unternehmen, und Beteiligung macht Entscheidungen einfach besser – für das Unternehmen, für den globalen Wettbewerb und natürlich auch für die Beschäftigten. Wenn wir der Kommission jetzt auf den Weg geben, was sie bei ihrem Vorschlag für eine neue rein europäische Unternehmensform – dem 28. Regime – jedenfalls berücksichtigen sollte, ist es genau das: Mitbestimmung. Das ist insofern wichtig, als der Missbrauch einer solchen neuen europäischen Unternehmensform verhindert werden muss. Es sollte keine Umgehungsstruktur geben können, um Arbeitsrecht aushebeln zu können. Also, Arbeitnehmerrechte sollen auf alle Fälle berücksichtigt werden.

    PLENARY SITTING OF 2026-01-19 · READ THE VERBATIM REPORT

  15. So, taking responsibility also means to realise when the system is not working as well as expected. As socialists, we always take this responsibility, not just when forced to. Therefore, dear colleagues from PPE, only once you support the changes we need within this House, will we believe that victims of harassment actually matter to you. 3-0373-0000 Le Président. – Avant de donner la parole à l’orateur suivant, je veux dire à nos collègues que lorsqu’il y a une mise en cause personnelle, notre règlement autorise, à la fin du débat, la personne qui a été mise en cause à bien vouloir prendre la parole. Si cette demande intervenait, évidemment, nous la respecterions. Nous poursuivons la discussion. 3-0374-0000

    PLENARY SITTING OF 2025-12-17 · READ THE VERBATIM REPORT

  16. Mr President, Commissioner, harassment, sexual harassment can affect anyone, anywhere. Essentially, it is what happens afterwards. Is the victim taken seriously? Are the systems in place? And do people in power take responsibility? In the European Parliament we have been dealing with these questions for years, yet only managed to get some improvements. And why? Because especially the far right and also many from EPP deny already the existence of harassment as such, except when they can use it to slander political opponents. But when it comes down to actual improvements, they always find excuses. For example, we still do not have an external audit, which we need so much, or a professionalisation of the procedures within the European Parliament.

    PLENARY SITTING OF 2025-12-17 · READ THE VERBATIM REPORT

  17. Menschen mit Behinderungen haben ein Recht darauf, selbstbestimmt zu sein, selbstbestimmt zu leben. Es geht um echte Wahlfreiheit, um gleiche Rechte, um ein Leben in Würde und Selbstbestimmung für alle. 3-0382-0000

    PLENARY SITTING OF 2025-11-26 · READ THE VERBATIM REPORT

  18. Frau Präsidentin, Frau Vizepräsidentin! Wie will ich wohnen? Wo und wie will ich arbeiten? Diese Entscheidungen dürfen nicht für Menschen getroffen werden, sondern von ihnen selbst. Menschen mit Behinderungen stoßen gerade bei diesen Fragen immer auf große Hindernisse beim Zugang zu Wohnraum, zu Bildung, zu guter Ausbildung und zu echter Beschäftigung. Werkstätten für Menschen mit Behinderungen dürfen nicht mehr die reguläre Sackgasse sein. Wir sollten diese Werkstätten auslaufen lassen. Menschen mit Behinderungen haben ein Recht darauf, echter Arbeit nachzugehen und für diese Arbeit auch fair bezahlt zu werden. Sie haben ein Recht darauf, am Arbeitsmarkt teilzunehmen. Wir müssen auf die Potenziale von Menschen schauen, nicht auf die Einschränkungen.

    PLENARY SITTING OF 2025-11-26 · READ THE VERBATIM REPORT

  19. Lassen wir deshalb nicht zu, dass Steuerpolitik zu einem Werkzeug der Ungleichheit wird. Machen wir sie zu einem Instrument der Gerechtigkeit. Machen wir unser Steuersystem fair. 3-0416-0000

    PLENARY SITTING OF 2025-10-08 · READ THE VERBATIM REPORT

  20. Herr Präsident, Herr Kommissar! Danke schön an den Berichterstatter für diesen Bericht, Herrn Hadjipantela. Steuern sind unser gemeinsamer Beitrag zu einer gerechten und solidarischen Gesellschaft. Wenn Konzerne immer neue Schlupflöcher suchen und sie leider auch finden, aber kleine und mittlere Betriebe an Formularen oft scheitern, dann läuft etwas gewaltig schief. Wir brauchen ein Steuersystem, das einfach ist, gerecht und solidarisch – ein Steuersystem für Menschen, nicht für Konzerne, für die Pflegerin in einem Pflegeheim, für einen Handwerker, für die Gründerin eines coolen Start-ups. Denn Innovation entsteht dort, wo Chancen gerecht verteilt sind. Statt Steuerschlupflöchern für wenige brauchen wir Investitionen in das, was wirklich zählt: in Bildung, in gute Arbeit, in den Schutz unseres Planeten, in digitale Gleichstellung.

    PLENARY SITTING OF 2025-10-08 · READ THE VERBATIM REPORT

  21. Und deshalb freue ich mich besonders, dass es nun auch eine Frauenquote bei den Europäischen Betriebsräten gibt. Deshalb mein Dank an Gabi Bischoff, die sich dafür sehr eingesetzt hat, aber vor allem an alle Schattenberichterstatterinnen und Schattenberichterstatter und an Dennis Radtke, der hier sehr viel auf den Weg gebracht hat, um hier auch eine Einigkeit und Kompromisse zu erzielen. 3-0391-0000 Procedura "catch-the-eye" 3-0392-0000

    PLENARY SITTING OF 2025-10-08 · READ THE VERBATIM REPORT

  22. Frau Präsidentin, Herr Kommissar! Ein Unternehmen ohne Beschäftigte, das ist nichts anderes als eine leere Fabrikhalle, ein Großraumbüro ohne Menschen, ein toter Standort, Stillstand. Es sind die Beschäftigten, die den Unterschied machen – ihre Ideen, ihre tägliche Arbeit. Das ist der Motor von wirtschaftlichem Erfolg. Und Betriebsräte sind die Stimme der Beschäftigten. Europäische Betriebsräte sorgen dafür, dass Mitbestimmung nicht an der Grenze endet. Mit der Überarbeitung der Richtlinie zu den Europäischen Betriebsräten sorgen wir dafür, dass die Beschäftigten rechtzeitig umfassend sinnvoll eingebunden werden und dass Unternehmen mit finanziellen Strafen zu rechnen haben, wenn sie ihre Pflichten nicht beachten, wenn sie diese ignorieren. Mitbestimmung heißt aber auch, die Vielfalt der Beschäftigten mitdenken, Gleichstellung mitdenken.

    PLENARY SITTING OF 2025-10-08 · READ THE VERBATIM REPORT

  23. Europa muss gemeinsam investieren – mutig, entschlossen und strategisch. (Die Rednerin lehnt eine Frage nach dem Verfahren der „blauen Karte“ von Bogdan Rzońca ab.) 1-0084-0000

    PLENARY SITTING OF 2025-09-08 · READ THE VERBATIM REPORT

  24. Frau Präsidentin, sehr geehrte Kommissarin! Gratulation an die Berichterstatterin Aurore Lalucq, der ein ausgewogener Bericht zur Investitions- und Kapitalmarktunion gelungen ist, unter sicherlich nicht ganz einfachen Rahmenbedingungen. Der Bericht zeigt klar: Wenn Europa stark bleiben will – und das wollen wir ja alle –, dann müssen wir einen Zahn zulegen. Wir brauchen Investitionen; Investitionen, von denen auch alle profitieren, eine echte Kapitalmarktunion. Die privaten Ersparnisse der Menschen, privates Geld der Menschen in Europa soll in produktive Investitionen fließen. Start-ups und innovative Unternehmen brauchen einen viel einfacheren, einen echten Zugang zu Kapital. Dafür brauchen wir klare Regeln, eine starke Aufsicht und sichere europäische Anlageprodukte. Doch ohne öffentliche Impulse wird es nicht gelingen.

    PLENARY SITTING OF 2025-09-08 · READ THE VERBATIM REPORT

  25. Tuo labiau, kad Jūs anksčiau va kėlėte, kad nėra nei vyrų, nei moterų. Jau dabar daug lyčių. 4-0183-0000 Evelyn Regner (S&D), blue-card answer. – Where is the question? I mean, I'll try to figure out the question out of that, but as I get it, what we need is real equal treatment of everybody in medicine. Our situation is like this: we're living in patriarchy and, therefore, women's health is not taken seriously enough. That's what we have to work on and, of course, this has to be applied with everyone – every single person in society. 4-0184-0000

    PLENARY SITTING OF 2025-07-10 · READ THE VERBATIM REPORT

  26. Frauen und ihre Beschwerden werden im Gesundheitssystem oft nicht ernst genommen. Das ist der Gender Health Gap. Es ist Zeit, ihn zu schließen – mit Forschung, Aufklärungskampagnen und mit echter Gleichstellung in der Medizin. (Die Rednerin ist damit einverstanden, auf eine Frage nach dem Verfahren der „blauen Karte“ zu antworten.) 4-0182-0000 Petras Gražulis (ESN), pakėlus mėlynąją kortelę pateiktas klausimas. – Gerbiama pranešėja, aš manau, kad Europos Sąjungoje į visus žmones – vaikus, senelius, vaikus, moteris vyrus, atkreipiamas vienodas dėmesys ir niekas nediskriminuoja. Aš suprantu, kad kiekvienas dar žmogus ir serga įvairiomis ligomis. Ir man keista, kad čia labai skundžiasi moterys. Bet tikrai turėtų būti atkreiptas dėmesys, tikrai turėtų gydyti visas ligas, neišskiriant nei moterų, nei vaikų. Kodėl čia toks atskiras dėmesys?

    PLENARY SITTING OF 2025-07-10 · READ THE VERBATIM REPORT

  27. Herr Präsident, Frau Kommissarin! Stell dir vor, du hast jeden Monat so starke Schmerzen, dass sie dein Leben bestimmen, und niemand nimmt dich so richtig ernst. So geht es Millionen von Frauen mit Endometriose. 10 % aller Frauen im gebärfähigen Alter sind davon betroffen. Dennoch kennen viele Menschen nicht einmal den Begriff. Der Weg zur Endometriose-Diagnose dauert durchschnittlich sechs Jahre, begleitet von Schmerzen, von Falschdiagnosen und dem Gefühl, nicht so richtig ernst genommen zu werden. Starke Schmerzen während der Periode gelten oftmals als normal. Als Gesellschaft müssen wir umdenken. Schmerzen sind nie normal. Dazu kommt, dass Endometriose einen Kinderwunsch gefährden kann. Einen Lebenstraum, der wie eine Seifenblase platzen kann. All das zeigt ein strukturelles Problem.

    PLENARY SITTING OF 2025-07-10 · READ THE VERBATIM REPORT

  28. So let's end the charade and return to the table. Not with finger‑pointing, but with a shared commitment to defending democracy at home and across Europe. (The speaker declined to take a blue-card question from Enikő Győri) 3-0281-0000

    PLENARY SITTING OF 2025-06-18 · READ THE VERBATIM REPORT

  29. And that's why the current Socialist government has invested in judicial reform, strengthened oversight and joined the European Public Prosecutor's Office. This is what real commitment to transparency looks like. Independent prosecutors safeguard democracy – something the EPP, including the Spanish Members, has actually supported at European Union level. Yet the Spanish PPE blocks reforms at home. So endorsing EU oversight while blocking it domestically is like preaching fire safety while setting fires in your own backyard. It's simply hypocritical. Fighting corruption isn't about slogans, it is about strong institutions. Too many in the EPP forget that in their scramble for power. But history shows that when conservatives weaken institutions – and therefore democracy – for their short-term gain, the far right picks up the pieces.

    PLENARY SITTING OF 2025-06-18 · READ THE VERBATIM REPORT

  30. Mr President, Commissioner, dear colleagues, we are once again witnessing a debate hijacked by national interests misusing the European Parliament for partisan gain. Frankly, it's irritating to watch the Spanish Partido Popular point fingers while refusing to confront their own records. From Gürtel to Bárcenas, Spain has seen institutional decay under conservative leadership. Allegedly, the PP even used the Interior Ministry to obstruct justice and block prosecutors. Meanwhile, the current Sánchez government is acting swiftly and taking responsibility. So let's be clear: transparency isn't optional, it's the oxygen of democracy. Without it, corruption festers and accountability withers.

    PLENARY SITTING OF 2025-06-18 · READ THE VERBATIM REPORT

  31. Frau Präsidentin, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen! In Zeiten größter Unsicherheit hat Europa Mut gezeigt. Mit dem Wiederaufbau- und Resilienzfonds, also dem RRF, haben wir auf die Pandemie und auf die Energiekrise nicht nur reagiert, wir haben mit Milliarden investiert. Zusammenhalt und Zukunft wurden in Zahlen gegossen, in ein Investitionsinstrument. Wo Märkte wieder mal versagten, hat Europa gehandelt. Wo Menschen ihre Jobs verloren, hat der RRF geholfen. Wo Staaten Unterstützung gebraucht haben, hat der RRF investiert, in Schulen, in Spitäler, Bahnen, Windräder und in vieles mehr. Er hat nicht nur Arbeitsplätze gesichert, er hat Zukunft geschaffen, soziale Gerechtigkeit, wirtschaftliche Stabilität, ökologische Erneuerung – das alles in einem Investitionsinstrument.

    PLENARY SITTING OF 2025-06-17 · READ THE VERBATIM REPORT

  32. Wir müssen das Ende dieses schrecklichen Krieges und den Anfang unserer Europäischen Union feiern – feiern und hochhalten. Denn gerade jetzt braucht es das „Nie wieder“, braucht es Haltung, braucht es Europa. 4-0034-0000

    PLENARY SITTING OF 2025-05-08 · READ THE VERBATIM REPORT

  33. Frau Präsidentin! Vor 80 Jahren endete der Zweite Weltkrieg. Europa lag in Trümmern. Vor 80 Jahren wurde der Grundstein für ein Europa des Friedens gelegt. Dank der Europäischen Union arbeiten wir seitdem zusammen. „In Vielfalt geeint“ – unser EU‑Motto geht auch zurück auf den Geist der Lagerstraße in Österreich. Damit nie wieder Millionen von uns Europäerinnen und Europäern in Lagern, im eigenen Zuhause, auf Schlachtfeldern sterben. Dafür müssen viele alte Gegensätze beiseitegelegt werden, und wir müssen zusammenarbeiten, Kompromisse finden, Demokratie aufbauen, damit der Frieden hält. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Demokratie kann zerstört werden. Das hat uns der Zweite Weltkrieg gezeigt, und daher müssen wir diese große Errungenschaft verteidigen. Demokratie braucht uns alle.

    PLENARY SITTING OF 2025-05-08 · READ THE VERBATIM REPORT

  34. Staatsbürgerschaft darf nicht käuflich sein – denn wer Europa zu Geld macht, verspielt Europas Glaubwürdigkeit. Wer Sanktionen umgeht, stärkt den Aggressor. Europa ist kein Geschäftsmodell. 3-0387-0000 Catch-the-eye procedure 3-0388-0000

    PLENARY SITTING OF 2025-05-07 · READ THE VERBATIM REPORT

  35. Herr Präsident, sehr geehrter Herr Kommissar! Was ist der Wert des EU-Passes? Ist er ein Versprechen auf Rechtsstaat, auf Frieden, auf Freiheit? Oder ein dubioses Geschäftsmodell, ein Spezialrecht für Oligarchen? Wenn einzelne Mitgliedstaaten EU-Pässe verkaufen, dann verkaufen sie nicht nur ein Dokument, sie verkaufen den Schutz unserer Werte und das Vertrauen in Europa. Während wir Sanktionen gegen Russland verhängen, finden genau diejenigen, die wir sanktionieren wollen, Wege ins Herz Europas – durch Schlupflöcher, durch sogenannte Investorenprogramme, durch gekaufte goldene Pässe. Deshalb: keine Deals mit Despoten, keine Pässe für Putins Handlanger. Und der Europäische Gerichtshof hat nun auch klar gesprochen: Der Verkauf von EU-Pässen verstößt gegen EU-Recht.

    PLENARY SITTING OF 2025-05-07 · READ THE VERBATIM REPORT

  36. Der ökonomische Erfolg eines Unternehmens steht und fällt mit qualifizierten, mit gut ausgebildeten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, und betriebsinterne Weiterbildungen binden die Mitarbeiter an das Unternehmen. Ich wiederhole: Betriebsinterne Weiterbildungen sind ganz besonders wichtig, es profitieren also die Unternehmen. Es ist eine Win‑win‑Situation. 3-0277-0000

    PLENARY SITTING OF 2025-03-12 · READ THE VERBATIM REPORT

  37. Frau Präsidentin, sehr geehrte Frau Vizepräsidentin Mînzatu! Die Union of Skills, die Union der Kompetenzen, das ist ein guter Anfang; wir wollen Sie darin unterstützen, aber wir wollen weitergehen. Wir brauchen ein europäisches Recht auf Weiterbildung, ein Recht, das Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen die Möglichkeit gibt, ihre Arbeitszeit ohne Lohneinbußen und Kostenaufwand dazu zu verwenden, ihre Kompetenzen zu erweitern. Wir befinden uns mitten in einem Wandel des Arbeitsmarktes, es fehlen hinten und vorne die Fachkräfte. Wir müssen den Menschen in den Mittelpunkt stellen, und vor allem müssen wir allen dieselben Chancen geben, um von diesem Wandel zu profitieren.

    PLENARY SITTING OF 2025-03-12 · READ THE VERBATIM REPORT

  38. Unser Wettbewerbsvorteil in der Europäischen Union ist, dass die Europäische Union für Qualität steht, dass Investorinnen und Investoren, dass Konsumentinnen und Konsumenten, dass Unternehmen und Staaten weltweit darauf zählen können, dass bei uns hohe Standards eingehalten werden – und das dürfen wir nicht aufgeben. 1-0126-0000

    PLENARY SITTING OF 2025-03-10 · READ THE VERBATIM REPORT

  39. Frau Präsidentin, sehr geehrte Frau Kommissarin! Das Lieferkettengesetz hat einen Paradigmenwechsel eingeleitet. Es stellt klar: Unternehmen müssen dafür haften, wenn sie einen Schaden anrichten, so wie Privatpersonen auch. Sie müssen das Arbeitsrecht, das Umweltrecht, fundamentale Menschenrechte respektieren. Das Omnibuspaket der Kommission ist ein Synonym für Verantwortungsflucht. Es ist ein Kniefall der Kommissionspräsidentin vor einigen wenigen großen Konzernen, auf deren Druck hin beschlossene Gesetze wieder aufgemacht werden. Was bedeutet das: Unternehmen haften nicht mehr. Es wird nahezu unmöglich, die Mutterfirma zur Verantwortung zu ziehen, wenn bei einer Tochterfirma Probleme identifiziert wurden. Strafzahlungen werden gestrichen.

    PLENARY SITTING OF 2025-03-10 · READ THE VERBATIM REPORT

  40. Wir müssen uns um die jungen Leute kümmern, vor allem aber auch um die Männer, die wir für den Pflegesektor gewinnen müssen. Egal ob Mann oder Frau: Jeder, jede kann Pflege lernen. Mann, mit zwei N, und damit einer der wichtigsten Jobs, soll diesen Job natürlich genauso gut erfüllen. 2-0236-0000 Brīvais mikrofons 2-0237-0000

    PLENARY SITTING OF 2025-02-11 · READ THE VERBATIM REPORT

  41. Herr Präsident! Sehr geehrte Frau Exekutiv-Vizepräsidentin! Eine große Überzeugung, ein ausgezeichnetes Arbeitsethos, eine Berufung, sich um andere zu kümmern – das nehme ich im Gesundheitssektor bei Ärztinnen wahr, bei Krankenpflegern, Hebammen, Altenpflegern, und das muss so bleiben. Diese Pflegekräfte arbeiten gerne in der Branche, wenn sie ausreichend Zeit haben, ihre Arbeit gut zu machen. In Österreich – und jetzt kommt der Schnitt nur allein für das Land, das ich am besten kenne, – fehlen bis 2030 76 000 und bis 2050 sogar 200 000 Pflegekräfte. Was bedeutet das jetzt schon im Alltag für die, die in der ersten Reihe stehen? Viele machen die Arbeit für zwei. Das heißt, sie sind psychosozial im Stress und unter Druck. 30 % von ihnen sind bereits über 50 Jahre alt. Das heißt, Pensionierungen stehen bevor.

    PLENARY SITTING OF 2025-02-11 · READ THE VERBATIM REPORT