Daniela De Ridder
SPD · Germany
“Seine Mutter ertrank in den Fluten des Mittelmeers, weil sie wie viele Menschen geflüchtet ist, um in Europa eine bessere Heimat zu finden. Auch Menschen wie diesen, auch der Familie von Alan schulden wir eine kluge und humane Migrations- und Flüchtlingspolitik. Im März des vergangenen Jahres war ich auf dem Kinderfriedhof in Lampedusa.”
“Die Antwort schulden Sie, meine Damen und Herren, nicht nur uns, sondern vor allem den Wählerinnen und Wählern, wenn Sie die Demokratie so waghalsig mit Füßen treten, liebe Kolleginnen und Kollegen.”
“Ja, nach den Anschlägen und Morden in Solingen, Mannheim, Magdeburg und Aschaffenburg umso mehr, weil uns alle berührt und anficht, wenn Menschen auf so brutale Weise aus dem Leben und damit aus unserer Mitte gerissen werden.”
“Ich bin stolz, liebe Kolleginnen und Kollegen, auf den Appell und den Aufruf der christlichen Kirchen, die der Union zugerufen haben: Kehren Sie um! Seien Sie barmherzig! Lassen Sie ab von diesem Fünf-Punkte-Plan und Ihrem Entschließungsantrag; denn das ist der falsche Weg! Ja, wir trauern immer dann besonders, wenn es um Kinder geht.”
“Sehr geehrte Frau Präsidentin! Liebe demokratischen Kolleginnen und Kollegen! Sehr geehrte Damen und Herren! Als Vizepräsidentin der Parlamentarierversammlung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, der OSZE PV, leite ich dort die Migrationskommission.”
“Mich erinnert das an einen Film mit Robert De Niro; da ging es um einen Boxer. Der Film hieß „Wie ein wilder Stier“. Ich finde, ein wilder Stier sollte nicht Kanzler in diesem Hause werden. Lieber weniger Hass, weniger Hetze, mehr Herz! Vielen Dank. Für die CDU/CSU-Fraktion hat nun der Kollege Tino Sorge das Wort.”
The complete record
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“Sehr geehrter Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wir befinden uns in der Tat in Zeiten multipler Krisen, und die Zeitenwende macht leider auch vor den landwirtschaftlichen Betrieben nicht halt. Gleich nach der Finanz- und Coronakrise hat Russland seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine begonnen. Das hat drastische wirtschaftliche Folgen, auch für unsere Landwirte. Darunter leiden diese, und es ist keine Überraschung, dass sie ihren Unmut auch auf die Straße tragen. Außerdem mussten sie gegen Tierseuchen kämpfen: Vogelgrippe, Maul- und Klauenseuche sowie die Afrikanische Schweinepest stellen eine existenzielle Bedrohung unserer Landwirte dar. Aus diesen Krisen folgt eine starke Umstrukturierung.”
“Vielen Dank, Herr Minister, für Ihre Ausführungen. – Ich würde Sie gerne fragen, ob Sie, unabhängig von den Kapazitäten, die wir bei Taurus haben, glauben, dass der Einsatz von Taurus tatsächlich ein Gamechanger wäre, der der Ukraine zum Sieg verhelfen würde. Und ich würde gerne anschließend fragen – wenn Sie sagen: wir tun alles, was möglich ist –: In welchen Bereichen unterstützen wir denn noch, beispielsweise beim Wiederaufbau oder bei der humanitären Hilfe?”
“Weitere Wortmeldungen zu diesem Einzelplan liegen mir nicht vor. Daher bitte ich jetzt um einen zügigen Sitzplatzwechsel, damit wir gleich weitermachen können.”
“Nach den Landwirtschaftsbetrieben wird so auch noch unser Tourismus stigmatisiert, lieber Albert. Das Schweinefleisch aus der Risikozone will Stegemann – das hat er öffentlich erklärt – auf Staatskosten – Herr Minister, ich hoffe, Sie lassen sich nicht darauf ein – in die Ukraine verfrachten. So, lieber Albert, kann man sich einen schlanken Fuß machen. Ich will, lieber Herr Minister, das Gegenteil tun: Ich möchte Sie gerne in meinen Wahlkreis einladen. Sie haben ja eben schon das emsländische Landvolk ausdrücklich gelobt. Sie sind dort herzlich willkommen, und Sie sind eingeladen, die Not zu lindern; denn die Schweinepest hat existenzielle Folgen für viele unserer Betriebe. Sie sind herzlich eingeladen, das dort zu diskutieren. Flankieren Sie, unterstützen Sie unsere bäuerliche Landwirtschaft! Es tut not. Vielen Dank.”
“90 Tage Quarantäne müssen die Schweinemäster und Sauenzüchter/-innen einhalten, bevor die überschweren Tiere geschlachtet werden können. Das ist EU-Recht, und es ist entschieden zu lang. Danke, Herr Minister, dass Sie sich für eine Verkürzung eingesetzt haben. Die Zeit rennt. Ich hoffe, dass Sie erfolgreich sein werden. Und dann finden diese Landwirte nicht einmal Schlachtbetriebe. Die Landwirte wissen nicht – und das ist Teil des Problems –, woher das Virus stammt. Der landwirtschaftspolitische Sprecher der Union, Albert Stegemann, allerdings, der hält sich für schlauer als unsere Bauern. Das ASP-Virus sei über infizierte Wildschweine eingeschleppt worden, so sagt er; er kann es ja gerne wiederholen. Er warnt deswegen sogar öffentlich vor touristischen Reisen in meinen Wahlkreis, die Grafschaft Bentheim und ins Emsland.”
“Damit wird nämlich der demografischen Entwicklung und dem Generationenwechsel in unseren bäuerlichen Betrieben Rechnung getragen. Der Landwirtschaft, liebe Kolleginnen und Kollegen, fehlen die Arbeitskräfte und der Nachwuchs. Viele Aufgaben müssen von ausländischen Saisonkräften übernommen werden, um deren Arbeitsbedingungen wir uns weiterhin kümmern müssen. Daher haben wir durchgesetzt, dass die Beratungsangebote für Saisonarbeitskräfte bei Fragen der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes ausgebaut werden. Gut so! Liebe Kolleginnen und Kollegen, wenn wir über Belastungen unserer Landwirtschaft sprechen, dann dürfen wir über die Afrikanische Schweinepest nicht schweigen. Das betrifft meinen Wahlkreis, aber nicht nur diesen.”
“Doch seien Sie sicher: Das dritte Entlastungspaket der Koalition mit über 65 Milliarden Euro ist eine starke Antwort. Wir sollten gemeinsam dafür plädieren, dass wir uns nicht spalten lassen, liebe Kolleginnen und Kollegen. Wichtig und richtig ist auch, dass die Etatmittel für die internationalen Maßnahmen im Einzelplan 10 für Ernährung und Landwirtschaft erhalten bleiben. Ernährungs- und Landwirtschaftspolitik muss noch viel stärker international gedacht werden. Liebe Kolleginnen und Kollegen, es ist ein klarer Erfolg dieser Regierungskoalition, der Zukunftskoalition, dass es bei der landwirtschaftlichen Sozialpolitik deutliche Aufwüchse gibt, nämlich auf über 4 Milliarden Euro. Das betrifft insbesondere die Alterssicherung und die Krankenversicherung von Landwirtinnen und Landwirten.”
“Sehr geehrte Frau Präsidentin! Lieber Herr Minister! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Wir sind gezwungen, den Bundeshaushalt 2023 im Schatten des Ukrainekrieges zu beraten. Die Folgen spüren wir nicht nur bei den Energiepreisen, sondern auch an der Supermarktkasse. Laut Verbraucherpreisindex des Statistischen Bundesamtes sind die Nahrungsmittelpreise im Juli im Vergleich zum Vorjahr um rund 15 Prozent gestiegen. Auch die Landwirtinnen und Landwirte leiden unter der Explosion der Betriebskosten, etwa für Energie, Tierfutter oder Düngemittel, weil die internationalen Lieferketten unterbrochen wurden. Und mehr noch – ja, Kollege Rief –: Putins Kalkül ist es, Hunger als Waffe einzusetzen, um die Solidarität mit der Ukraine zu schwächen. Als OSZE-Sonderbeauftragte für Osteuropa mit der Zuständigkeit für die Ukraine schmerzt mich dies besonders.”